Als Nachfolger für Egidius Braun: "MV" einziger Kandidat für DFB-Präsidentschaft
zuletzt aktualisiert: 05.03.2001 - 15:02Frankfurt/Main (sid). Der Stuttgarter Gerhard Mayer-Vorfelder ist am 28. April auf dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einziger Kandidat für das Präsidentenamt und die Nachfolge von Egidius Braun. Bis zur Meldefrist am vergangenen Freitag (2. März) wurde lediglich der 68-jährige Mayer-Vorfelder von den DFB-Ländesverbänden und durch die Mitglieder-Versammlung des neuen Liga-Verbandes vorgeschlagen. "MV" wäre der neunte DFB-Präsident seit Gründung des Verbandes vor 101 Jahren. Der Aachener Braun soll zum DFB-Ehrenpräsidenten ernannt werden.
Mayer-Vorfelder fungiert seit der Bypass-Operation des 76-jährigen Braun im Juli 2000 bereits als geschäftsführender DFB-Präsident. Der ehemalige baden-württembergische Kultus- und Finanzminister führte den DFB-Ligaausschuss seit 1986 und ist seit 1992 Vize-Präsident des größten Sportfachverbandes der Welt (6,3 Millionen-Mitglieder). Der 25 Jahre als Klub-Chef des VfB Stuttgart amtierende Schwabe gehört seit vergangenen Sommer zudem der Exekutive der Europäischen Fußball-Union (Uefa) an.
Gleichfalls einziger Kandidat für den Posten als DFB-Schatzmeister ist Dr. Theo Zwanziger (Altendiez). Er wird die Nachfolge von Karl Schmidt antreten. Jeweils seit 1992 gehört der 55 Jahre alte Rechtsanwalt Zwanziger als Beauftragter für soziale Integration dem DFB-Vorstand an und ist Vorsitzender des Fußball-Verbandes Rheinland (FVR). Zudem amtiert er seit 1995 als geschäftsführender Vorsitzender des DFB-Sportfördervereins.
Der 37. ordentliche DFB-Bundestag in Magdeburg steht unter dem Motto "Neue Wege - gemeinsame Ziele". Der Profi-Fußball hat durch die Gründung eines Liga-Verbandes unter dem Dach des DFB mehr Eigenständigkeit erhalten. Beim Festakt am 27. April im Theater in Magdeburg wird Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Hauptredner sein. An der Spitze der weiteren Repräsentanten aus Sport und Politik stehen Joseph Blatter, Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa), Uefa-Boss Lennart Johansson, DSB-Präsident Manfred von Richthofen, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reinhard Höppner und Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Wilhelm Polte.
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