Hannover (RPO). "Wenn er akut depressiv war, dann war es schon eine schwere Zeit. Das ist klar, weil ihm auch der Antrieb gefehlt hat und die Hoffnung auf baldige Besserung. Die Schwere bestand auch darin, das Ganze nicht in die Öffentlichkeit zu tragen. Das war sein Wunsch, weil er Angst hatte, seinen Sport zu verlieren. Was natürlich Wahnsinn ist. Die Zeit war nicht einfach, aber wir haben sie gemeinsam durchgestanden.
Teresa Enke, die Ehefrau des verstorbenen Nationaltorhüters Robert Enke. Foto: ddp
Wir hatten schon einmal eine schwere Zeit. Auch nach Laras Tod hat uns alles so zusammengeschweißt, dass wir dachten, wir schaffen zusammen alles. Ich hab versucht, ihm zu sagen, dass es immer eine Lösung gibt.
Ich bin mit zum Training gefahren. Ich wollte ihm helfen, das durchzustehen. Er wollte keine Hilfe mehr annehmen. Er wollte es nicht aus Angst, dass es rauskommt. Aus Angst, dass wir Leila verlieren. Es ist die Angst, was denken die Leute, wenn man ein Kind hat und der Vater ist depressiv. Ich hab ihm immer gesagt, das ist kein Problem. Robert hat sich liebevoll um Leila gekümmert bis zum Schluss.
Fußball war alles. Es war sein Leben und sein Lebenselixier. Die Mannschaft hat ihm Halt gegeben. Als es ihm wieder besser ging, hat er gesagt, es ist so schön, wieder Teil der Mannschaft zu sein. Das Training war für ihn der Halt. Dass er jeden Tag dahin fahren konnte, das war für ihn das Wichtigste."
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Quelle: seeg/can