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Vertrag bis 2022
Adidas sticht beim DFB offenbar erneut Nike aus

Adidas setzt sich beim DFB erneut gegen Nike durch
Die Nationalmannschaft soll mindestens bis zur EM 2022 in Adidas-Trikots auflaufen. FOTO: dpa, rje nic gfh tmk
Herzogenaurach. Adidas hat offenbar den Poker um den Weltmeister gewonnen. Das jährliche Vertragsvolumen soll sich mehr als verdoppeln. 

Nach Informationen der Sport Bild hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den 2018 auslaufenden Vertrag mit den Sportartikel-Hersteller aus Herzogenaurach bis 2022 verlängert. Auch der US-Hersteller Nike hatte großes Interesse an einem Engagement gezeigt.

Eine Bestätigung vonseiten des DFB oder von Adidas liegt allerdings bislang nicht vor. "Es gibt in der Ausrüsterfrage bisher weder einen Präsidiumsbeschluss noch einen Vertragsabschluss", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Auch der langjährige DFB-Partner adidas meldete sich zu Wort. "Vertragsverhandlungen werden bei Adidas grundsätzlich nicht öffentlich kommentiert", betonte adidas-Sprecher Oliver Brüggen auf SID-Anfrage.

Das Vertragsvolumen soll von rund 25 Millionen Euro pro Jahr auf 65 bis 70 Millionen anwachsen. Zwischenzeitlich war von einer Summe von einer Milliarde Euro für zehn Jahre spekuliert worden. Bekannt gegeben werden soll der Deal am Montag. Mit Adidas arbeitet der DFB seit über 60 Jahren zusammen.

Streit zwischen Adidas und Nike in der Vergangenheit

Bei der letzten Vertragsverlängerung des DFB mit Adidas im Jahr 2007 hatte es ein Angebot von Nike gegeben, das mit 500 Millionen Euro um das Doppelte über der Adidas-Offerte gelegen hatte. Damals hatte es allerdings eine Entscheidung eines unabhängigen Schiedsgerichts gegeben, wonach der Kontrakt mit Adidas bereits zuvor verlängert worden war.

Der deutsche Sportartikel-Hersteller hatte auf eine mündliche Vereinbarung aus dem Sommer 2006 und eine vorzeitige Vertragsverlängerung gepocht. Das unabhängige Schiedsgericht entsprach der Adidas-Auffassung.

(sid)
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