Kommentar zur Kapitänsfrage: Ballack nimmt den Kampf auf
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 15.07.2010 - 09:44Düsseldorf (RP). Michael Ballack hat sein Revier noch mal abgesteckt. Er hat den Anspruch aufs Kapitänsamt in der Fußball-Nationalmannschaft mit dem Nachdruck des Platzhirschen unterstrichen. Eine Kampfansage, die Philipp Lahm selbst an seinem Hochzeitstag erreicht haben wird.
Ballack erhebt eine natürliche Forderung – aus seiner Sicht. Noch darf er der Meinung sein, dass er nur deshalb zurzeit kein Teil der Nationalelf ist, weil seine Verletzung ihn von der ernsthaften Ausübung des Berufs abhält. Und er arbeitet selbstverständlich an seinem Comeback nicht nur in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen, sondern auch in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes.
Die Leistungen des Teams in Südafrika und die anhaltende Diskussion darüber, ob Ballack überhaupt noch einen Platz in dieser Mannschaft beanspruchen darf, haben am Gemüt des Kapitäns im Krankenstand genagt. Sein so ausgeprägtes Selbstbewusstsein ist zumindest leise erschüttert.
Der erste Auftritt in Leverkusen diente deshalb ein wenig der Selbsttherapie. Ballack baut sich wieder auf für die großen Aufgaben. Dass er es so laut tut, ist aber kein Zeichen von Sicherheit.
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