Wachsende Kritik an Englands Idol: Beckham nicht mehr unantastbar
zuletzt aktualisiert: 23.06.2006 - 18:33Bühlertal (rpo). David Beckham gerät nach seinen ersten WM-Spielen zunehmend unter Beschuss: Nicht nur, dass in englischen Zeitungen seine Versetzung auf die Bank gefordert wird, kann der englische Kapitän sich auch nicht mehr der Unterstützung seines Trainers Sven-Göran Eriksson sicher sein.
Für den englischen Nationaltrainer ist Beckham keineswegs unantastbar. "Ich bin nicht mit ihm verheiratet. Ich werde ihn auswechseln, wenn er nicht gut spielt. Ich habe ihn auch in der Vergangenheit schon vor dem Schlusspfiff vom Feld genommen", sagte der 58-jährige Schwede englischen Medien.
Zwar bereitete der 31-jährige Beckham bei seiner dritten WM-Teilnahme bereits zwei Treffer vor, dennoch wirkt der Mittelfeldspieler von Real Madrid bei seinen bisherigen Auftritten körperlich nicht voll auf der Höhe. Zuletzte hatte Eriksson seinen Kapitän vor vier Jahren beim 1:1 gegen Schweden zum Auftakt der WM 2002 bei einem großen Turnier vorzeitig vom Feld genommen.
Englands Fußball-Legende Sir Geoffrey Hurst riet Eriksson gar, ganz auf Kapitän David Beckham zu verzichten. Dafür solle Aaron Lennon von den Tottenham Hotspurs auf der rechten Außenbahn eine Chance bekommen.
"David Beckham ist ein großartiger Kapitän und Diener Englands. Aber meiner Meinung nach müsste Aaron Lennon spielen. Nach seiner Einwechslung im Spiel gegen Trinidad und Tobago brachte er frischen Wind. Auf diesem Level braucht man einfach die Schnelligkeit, um auch mal an einem Gegner vorbeizukommen", sagte Hurst, der im WM-Finale 1966 gegen Deutschland drei Treffer erzielt hatte, darunter das "Wembleytor", der englischen Tageszeitung "The Sun".
Der 64-Jährige, der von Englands Königin Elisabeth 1998 zum Ritter geschlagen worden war, würde zudem anstelle des von Eriksson bevorzugten 4-4-2-Systems ein 4-1-4-1 spielen lassen. Vor der Abwehr soll nach Meinung des Ex-Profis von West Ham United Owen Hargreaves vom deutschen Rekordmeister Bayern München auflaufen. "Und Wayne Rooney ist gut genug, um alleine im Sturm zu spielen", meinte Hurst.
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