| 07.20 Uhr

DFB-Spiel gegen Niederlande
Das richtige Signal

Trauerflor: Sportwelt solidarisiert sich mit Terror-Opfern
Trauerflor: Sportwelt solidarisiert sich mit Terror-Opfern FOTO: afp, jnk ej
Meinung Die Franzosen haben dem DFB die Entscheidung abgenommen, ob seine Auswahl gegen die Niederlande antreten soll. Seit feststeht, dass die Equipe Tricolore in England spielen wird, war klar, dass die Partie in Hannover stattfinden soll. Von Martin Beils

Aber egal, wie die Entscheidung zustande kam: Es ist richtig, dass Jogi Löws Mannschaft antritt, so lange einzelnen Spielern die Entscheidung über ihren Einsatz selbst überlassen bleibt. Und es ist ein gutes Signal, dass die Kanzlerin auf der Tribüne sitzen wird. Der in seiner Bedeutung oftmals absurd überhöhte Fußball nutzt morgen seine Popularität, um ein Zeichen zu setzen. Ganz im Sinne des im Zuge des Terroranschlags von München 1972 geprägten Wortes "The Games must go on" und des Satzes "Fußball ist ein starkes Stück Leben", den Bischof Wolfgang Huber in die WM 2006 trug.

Das Spiel in Hannover wird unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Schon allein, um Profis wie Zuschauern ein wenig von dem mulmigen Gefühl zu nehmen, das sie nach den Anschlägen von Paris mit ins Stadion nehmen. "Die Bemühungen um die Sicherheit der Menschen bei den Veranstaltungen des Sports werden zunehmen", prophezeit Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds.

Arenen, in denen sich zehntausende Besucher sammeln, können Angriffsziele sein. Es fehlte ja nicht viel und die Attentäter hätten am Freitag Zugang zum Stade de France gefunden und für noch mehr Blutvergießen gesorgt. Sicherheitsvorkehrungen wie bei Olympia (der Posten schlug in London 2012 mit 1,7 Milliarden Euro zu Buche) müssen wohl Normalität werden. Mit Kontrollen wie am Flughafen. Das ist bedauerlich und irrwitzig teuer, nach den furchtbaren Erfahrungen von Paris aber zwingend.

Quelle: RP
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