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Sicherheit hat oberste Priorität
Polizei in Hannover bereitet sich auf Länderspiel vor

Polizei zeigt vor Länderspiel in Hannover Präsenz
Polizei zeigt vor Länderspiel in Hannover Präsenz FOTO: dpa, pst hpl
Hannover. Nach dem Horror von Paris soll ein Zeichen gesetzt werden: Nur wenige Tage nach den schrecklichen Anschlägen spielt die deutsche Nationalmannschaft in Hannover. Wie ist es dort um die Sicherheit bestellt? Noch analysiert die Polizei die Lage.

Nach dem Terror von Paris analysiert die Polizei in Hannover vor dem Länderspiel am Dienstagabend die Sicherheitslage in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Sonntag entschieden, das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande nicht abzusagen. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird zusammen mit einigen Mitgliedern des Kabinetts am Dienstag im Stadion sein.

"Vor dem Hintergrund der Pariser Geschehnisse wird die Lage bewertet, und wir bereiten uns auf das Spiel morgen Abend vor", sagte am Montagfrüh der Sprecher der Polizeidirektion Hannover, Thorsten Schiewe. Wie viele Beamte im Einsatz sein werden und welche Sicherheitsvorkehrungen konkret geplant sind, dazu gab es bisher keine Angaben von der Polizei.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will am Mittag zu den Sicherheitsfragen rund um das Spiel Stellung nehmen. Pistorius sagte: "Wir werden der Welt und den Terroristen zeigen: Wir lassen uns nicht kleinkriegen. Wir stehen zusammen und wir solidarisieren uns mit den Franzosen, die so Furchtbares erlebt haben."

Bundesjustizminister Heiko Maas erklärte, die Sicherheit habe oberste Priorität. "Wir müssen alles tun, um die Sicherheit bei dem Spiel zu gewährleisten", sagte der SPD-Politiker, der ebenfalls im Stadion sein wird. "Ich bin der Mannschaft dankbar, dass sie bereit ist, morgen zu spielen."

Bundesweit wird bis morgen Trauerbeflaggung angeordnet, vor der Staatskanzlei in Hannover soll die auf halbmast wehende Bundesflagge am Mittag durch die französische Flagge ersetzt werden. Im Rathaus in Hannover versammeln sich die Mitarbeiter am Mittag zu der europaweiten Trauerminute. Außerdem ist am Montagabend am Maschsee direkt neben dem Stadion eine Menschenkette geplant, an der auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) teilnehmen will. Schostok sagte: "Hannover gibt mit dem Spiel ein klares Signal, dass wir durch Terror nicht unsere Freiheit, unser Zusammenleben und unsere Solidarität beeinträchtigen lassen werden."

Im Hotel Fuchsbachtal in Barsinghausen bei Hannover, wo die Nationalmannschaft im Laufe des Montags zusammenkommt, herrschen diesmal erhöhte Sicherheitsvorkehrungen, sagte eine Mitarbeiterin. Detailliert wollte sie sich dazu aber nicht äußern. Das Hotel war schon oft Quartier für das DFB-Team.

Der Teammanager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, hatte am Sonntag betont: "Wir wollen als Mannschaft ein Zeichen der Gemeinschaft setzen. Mit dem französischen Volk, mit den Angehörigen der Opfer." Auch DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball erklärte:
"Die Botschaft ist klar: Wir lassen uns nicht vom Terror einschüchtern."

 

(areh/dpa)
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