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Nationalmannschaft
Retro-Trikot soll an WM-Titel von 1990 erinnern

Gündogan präsentiert neues DFB-Trikot
Gündogan präsentiert neues DFB-Trikot FOTO: Andreas Bretz
Frankfurt/Main. Auf dem Weg zur erhofften Titelverteidigung in Russland 2018 schlüpfen die Weltmeister in Trikots, die mit ihrem Design an das Muster der grünen Auswärtstrikots beim Triumph von 1990 erinnern sollen. Von Robert Peters

Vor dem Eingang stehen rostige Fässer. In ihnen lodert ein Feuerchen. Wahrscheinlich biegen gleich ein paar finstere Gestalten um die Ecke, die sich im Nieselregen um die Fässer scharen. So stellt sich der Werbefotograf urbanes Leben jenseits von Glitzer, Glas und Beton vor. Der Hinterhof einer ehemaligen Düsseldorfer Fabrik im Stadtteil Bilk ist eine ideale Kulisse. Der Ausrüster Adidas hat sie gewählt, um das neue Heimtrikot der Nationalmannschaft vorzustellen.

Dazu hat das Herzogenauracher Unternehmen seinen Werbepartner Ilkay Gündogan aus Manchester in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens einfliegen lassen. Der Nationalspieler (Rückennummer 21) präsentiert das Shirt, von dem seine Erfinder sagen: "Adidas bringt eines der legendärsten Trikots der deutschen Fußballgeschichte in einem modernen Look zurück ins Stadion und von dort auf die Straße."

Das Hemd nimmt die Rauten-Optik des Auswärtstrikots der WM 1990 auf, aber es ist nicht grün wie das Vorbild vor 26 Jahren, sondern (natürlich) weiß. Die klassische Optik finden die Spieler selbstverständlich gut. Alles andere würde bei einer Präsentation auch wundern. Gündogans Kollege Mats Hummels erklärt: "Ich bin ein Fan von unseren eher klassischen Trikots – die neue Variante ist noch cooler und dynamischer."

Auf der DFB-Internetseite feiert der Fanclub der Nationalmannschaft ("powered by Coca-Cola") "viele gute Gründe", sich das Trikot ab heute im Shop des Verbands zu besorgen. Das wundert aber auch niemanden. Das Bühnenbild für den Textilbotschafter Gündogan passt selbstverständlich zur Gesamt-Inszenierung. Im Hintergrund und an den Wänden hängen großformatige Fotos von Nationalspielern im neuen Look, aufgenommen an "Plätzen, an denen abseits der Stadien heutzutage Fußball gepöhlt wird", wie Adidas beteuert.

Tatsächlich haben sie Hummels auf einen Bolzplatz gestellt und Mesut Özil an den Rand eines Käfigs, der so aussieht wie der Spielplatz an der Olgastraße im Gelsenkirchener Ortsteil Bismarck. Dort hat seine Karriere begonnen. Gündogan haben sie an eine Verladestelle vor einer Backsteinwand platziert. Er schaut belustigt-grimmig. So hat der Ausrüster es gern.

Quelle: RP
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