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Niersbach-Nachfolge
DFB weit entfernt von Transparenz

DFB weit entfernt von Transparenz
Reinhard Grindel soll der Nachfolger von Wolfgang Niersbach werden. FOTO: dpa, mc fdt hpl
Meinung | Düsseldorf. Als Wolfgang Niersbach noch von einer Lüge zur nächsten stolpern durfte, wurde hinter den Kulissen beim DFB schon eifrig über Nachfolger verhandelt. Von Gianni Costa

Rainer Koch, der gut vernetzte Anführer des Bayerischen und Süddeutschen Fußballverbands, wäre ganz gerne an die Spitze aufgerückt. Doch er hat schlicht nicht ausreichend Unterstützer bei den anderen Landesfürsten gefunden und sich schnell von diesem Plan verabschiedet. Damit war klar: Es kann nur einen geben. Reinhard Grindel, erst seit 2013 beim DFB in einem Spitzenamt, würde der Favorit der Basis werden, weil es aus Sicht der 21 Landesverbände keine Alternative zu ihm gibt. Ein fairer politischer Wettbewerb um das hohe Amt war so zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Das ist das wirklich bedauerliche am Vorgang und zeugt davon, wie weit der DFB von Transparenz entfernt ist. Um es aber genauso klar zu sagen: Die sogenannten Profis der DFL tun gut daran, nicht mit dem Finger auf die "Ehrenamtler" zu zeigen. Professionelle Strukturen erreicht man nicht dadurch, dass man einige wenige mit möglichst hoch dotierten Verträgen ausstattet und meint, danach würde alles laufen. Der DFB sollte sich auf das besinnen, wofür er einst gegründet worden ist. Kleiner Tipp: es hatte etwas mit Fußball zu tun.

 

Quelle: RP
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