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Deutscher Gegner
Georgien geht ohne seinen "Messi" ins "Endspiel" für den DFB

Fotos: Duisburg - Paderborn: die Bilder des Spiels
Fotos: Duisburg - Paderborn: die Bilder des Spiels FOTO: dpa, rwe fdt
Ihr "Messi" sitzt zu Hause in Duisburg. Doch die tapferen Georgier wollen den wankenden Weltmeister am Sonntag (20.45 Uhr/Live-Ticker) in Leipzig auch ohne ihren quirligen Offensivspieler Giorgi Chanturia, dem "georgischen Messi", zu Fall bringen. 

"Eine größere Bühne als ein Spiel beim Weltmeister gibt es für unsere Jungs nicht", sagte Verbandschef Lewan Kobiaschwili dem kicker, "das ist ein Traum." Und zwar einer, der für die deutsche Star-Truppe zum Albtraum werden kann.

Dass ausgerechnet Fußball-Zwerg Georgien für den großen, ruhmreichen Deutschen Fußball-Bund (DFB) Schicksal spielen könnte, hätte der ehemalige Bundesliga-Profi Kobiaschwili (351 Spiele für Freiburg, Schalke und Hertha BSC) nicht erwartet. Sonst hätte er sich vielleicht doch für die Berufung von Chanturia stark gemacht. Doch der quirlige 22-Jährige fehlt am Sonntag - ein "Endspiel" ohne Messi also. Chanturia soll und will sich ganz auf den MSV Duisburg konzentrieren. "Giorgi weiß, dass er noch einiges aufzuholen hat, und will sich voll auf den MSV konzentrieren", sagt sein Klubcoach Gino Lettieri.

Chanturia kam nach einer Phase ohne Klub erst Ende September nach Duisburg und feierte dort mit seinem Treffer zum ersten Saisonsieg am Montag gegen den SC Paderborn einen "Traumeinstand", wie Aufsichtsratschef Jürgen Marbach bemerkte: "Mehr ging nicht!" Beim Hinspiel gegen Deutschland in Tiflis (0:2) hat Chanturia, der einst in der Jugend des FC Barcelona spielte, sein Potenzial bereits angedeutet. Ohne seinen zumindest dem Spitznamen nach prominentesten Spieler wagt Georgien nur insgeheim auf eine Sensation zu hoffen. Es bewege sich zwar etwas im georgischen Fußball, sagte der frischgebackene Verbandsboss Kobiaschwili, aber er betonte auch, "dass ein Berg an Arbeit vor mir liegt".

Die Mannschaft von Trainer Kachaber Tschadadse, in den 1990er Jahren bei Eintracht Frankfurt aktiv, spiele "technisch guten Fußball, und unsere Jungs kommen jetzt nach und nach in bessere Ligen". So wie Lewan Mchedlidze in der italienischen Serie A beim FC Empoli oder Kapitän Jaba Kankawa bei Stade Reims. Und Chanturia, immerhin in der zweiten deutschen Liga beim MSV. Obwohl der ihn um ein "Finale" mit den Weltmeistern bringt.

(sid)
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