Investitionen in DFB-Nachwuchs: Halbe Milliarde ist vernünftig
VON FRIEDHELM KÖRNER - zuletzt aktualisiert: 02.07.2009 - 10:04Düsseldorf (RP). Die Summe von einer halben Milliarde Euro, die Deutscher Fußball-Bund und Deutsche Fußball Liga im Paket seit 2000 in die Nachwuchsförderung gesteckt haben, mutet gewaltig an. Sie ist es natürlich auch. Dennoch steht sie für Vernunft, denn die Vorteile guter Jugendarbeit gehen weit über die drei EM-Titel hinaus.
Wer auf der Ebene bis 21 Jahre so erfolgreich ist, darf hoffen, dass davon in hohem Maße auch die A-Nationalmannschaft profitiert und so die Anziehungskraft des Fußballs für junge Leute noch weiter verstärkt wird. Festzuhalten bleibt zudem: Der DFB ist wirtschaftlich so gesund, dass er sich die mehr als 25 Millionen im Jahr, die allein er in die Nachwuchsförderung investiert, leisten kann.
Der Euro-Wahnsinn ist ganz woanders. Man denke nur an den unfassbaren Kaufrausch von Real Madrid. An die Schuldenberge großer Klubs auf diesem Kontinent. Europas Fußball könnte nicht nur von den Erfolgen deutscher U-Teams lernen.
Auch das Lizenzierungsverfahren, dem sich die Profiklubs hierzulande unterziehen müssen und das schon seit Jahrzehnten ein gefährliches Ausufern der Kosten verhindert, ist vorbildlich. Es sollte, in ähnlicher Weise, auch international praktiziert werden. Diese Vision hat ebenfalls sehr viel mit Vernunft zu tun.
Und nicht nur mit der deutschen Hoffnung, dass durch sie der Wettbewerbsnachteil der Bundesliga gegenüber den stärksten europäischen Ligen wieder geringer werden könnte.
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