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"Eine große Ehre in meiner Karriere"
Boateng wäre gerne Kapitän des Weltmeisters

Fotos: Jerome Boateng – Berliner, Abwehrchef, Weltmeister
Fotos: Jerome Boateng – Berliner, Abwehrchef, Weltmeister FOTO: dpa, hak nic
Jerome Boateng hat seinen neuen Führungsanspruch im Team des Weltmeisters Deutschland untermauert und einen frommen Wunsch geäußert.

"Die Kapitänsbinde wäre für mich etwas ganz Besonderes und eine große Ehre in meiner Karriere, trotz des Weltmeistertitels", sagte der Innenverteidiger des deutschen Rekordmeisters Bayern München in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Eile hat er nicht. "Irgendwann kann ich mir das sicher vorstellen, nur stellt sich die Frage momentan überhaupt nicht. Nicht jetzt. Und auch nicht in einem Jahr", sagte der 27-Jährige. Doch irgendwann könnte es dann mal passieren. Und sollte es wirklich irgendwann so sein, würde ihn dies aus einem besonderen Grund "sehr stolz" machen. "Als erster farbiger Kapitän wäre das mit Blick auf die Integration auch ein starkes Zeichen nach außen", so Boateng.

Mit Bundestrainer Joachim Löw habe er noch nicht über seinen Wunsch gesprochen, aber, ergänzte Boateng: "In der Nationalmannchaft hat der Trainer ja auch schon gesagt, dass Toni Kroos und ich aufgestiegen sind - und wir auch mal die Kapitänsbinde tragen sollen, wenn die anderen verletzt absagen müssen." Löws etatmäßiger Kapitän ist Bastian Schweinsteiger.

Auch beim FC Bayern könne Boateng sich das "eines Tages vorstellen, wobei mit klar ist, das Amt bekommt man nicht, wenn man es einfordert." Bei den Münchnern zählt Boateng inzwischen ebenfalls zu den Führungsspielern. Bayern-Kapitän ist Ex-Nationalspieler Philipp Lahm, Manuel Neuer und Thomas Müller sind dessen Stellvertreter.

(sid)
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