| 21.36 Uhr

2:2 zur Halbzeit in Schottland
Zwei Tore von Müller, zwei schwere Fehler

Schottland - Deutschland
Schottland - Deutschland FOTO: dpa, fg kno
Der Weltmeister wackelt - trotz des Phänomens Thomas Müller. Der Torjäger von Bayern München erzielte im EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland zwei Tore, doch schwere Fehler bei Standardsituationen brachten den Gegner zurück ins Spiel.

Mats Hummels (28.) unterlief ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1, James McArthur (43.) traf nach einem Eckball zum Halbzeitstand von 2:2.

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Nach der überzeugenden Leistung gegen Polen, allgemein als bestes deutsches Spiel seit dem WM-Finale eingeschätzt, sah Löw keinen Anlass zu großer Rotation. Er entschied sich dennoch für eine Änderung: Ilkay Gündogan von Borussia Dortmund hatte in seinen 37 Minuten geglänzt und sich dadurch einen Platz in der Glasgower Startelf verdient. Karim Bellarabi saß dafür auf der Bank.

Löw hatte mit Recht vor der "aufgeheizten Atmosphäre" im Hampden Park gewarnt, 52.000 Fans intonierten ihr "Flower of Scotland" mit besonderer Inbrunst. Auf dem Platz erwarteten die Schotten die deutschen Weltmeister kurz vor ihrem eigenen Tor, dies mit bis zu sechs Verteidigern auf einer Linie an der Strafraumgrenze.

Fotos: Frauenschwarm, Abwehrchef, Weltmeister FOTO: dpa, jhe

Dementsprechend war es für Mesut Özil, Toni Kroos und Gündogan schwierig, die offensiven Thomas Müller und Mario Götze vernünftig ins Passspiel einzubeziehen. Außerdem irritierten die Gastgeber den deutschen Aufbau mit kurzen Pressingphasen.

Müllers Tor, sein sechster Treffer in der laufenden EM-Qualifikation, kam wie gerufen. Trotz eines Remplers von Scott Brown schloss der derzeit beste Bundesliga-Schütze zentral aus 18 Metern ab, er traf das Schienbein von Russell Martin, und der Ball trudelte ins Tor - unhaltbar.

Fortan waren die Schotten auch offensiv gefordert, aber nur bis zum überraschenden Ausgleich. Nach einem Freistoß von Shaun Maloney wollte Neuer mit den Fäusten klären, er boxte den Ball aber an den Oberschenkel von Hummels, der keine Chance mehr hatte, zu reagieren.

Auf Müller war kurz darauf wieder Verlass. In leichter Rücklage und auf unnachahmliche Art wurschtelte er den Ball an den Innenpfosten und über die Linie. Zuvor war Emre Can an Torhüter David Marshall gescheitert. Beim 2:2 stellte sich die deutsche Abwehr dann erneut sehr unglücklich an.

(sid)
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