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"Wir stehen uns weiterhin sehr nah"
Löw spricht über Trennung von seiner Frau

Joachim Löw spricht über Trennung von seiner Frau
Joachim Löw und Ehefrau Daniela haben sich nach über 35 Jahren getrennt. FOTO: dpa, bsc
Berlin. Joachim Löw hat sein Schweigen gebrochen und sich in einem Interview erstmals zur trennung von seiner Ehefrau geäußert. Demnach pflegt der Bundestrainer trotz Trennung immer noch ein gutes Verhältnis zu seiner Frau.

"Wir stehen uns weiterhin sehr nah", sagte der 56  Jahre alte Löw in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" über seine Ehefrau. "Wir waren über 35 Jahre zusammen, haben damals die Ausbildung gemeinsam gemacht."

Es habe keinen Auslöser für die Trennung gegeben. "In letzter Zeit hatten wir das Gefühl, dass wir uns ein bisschen mehr Raum und Zeit geben müssen, um ein paar Dinge zu überdenken." Löw hatte sich nach der Fußball-EM in Frankreich von seiner Frau Daniela getrennt. Das kinderlose Paar lebte gemeinsam in der Nähe von Freiburg. Daniela Löw war nur selten an der Seite ihres Mannes in der Öffentlichkeit zu sehen.

Der Bundestrainer lehnt derweil eine Aufstockung der Weltmeisterschaft von 32 auf noch mehr Mannschaften ab. Entsprechende Überlegungen halte er nicht für gut, sagte Löw. "Der sportliche Wert darf nicht verwässern, wenngleich ich absolut Verständnis gerade für die kleineren Nationen habe, die über diesen Weg auch einmal die große Fußball-Bühne betreten können", bemerkte der Weltmeister-Coach der deutschen Nationalmannschaft.

Die Grenze für die Belastbarkeit der Spieler sei allerdings erreicht – "sportlich und mental", wie der Bundestrainer kommentierte. "Wir müssen uns darüber klar sein, dass auf Dauer die Qualität darunter leidet. Wir dürfen das Rad nicht überdrehen", sagte der 56-Jährige.

Zuletzt hatte sich bereits Ligapräsident Reinhard Rauball ähnlich geäußert. "Der DFB und die Bundesliga halten eine Ausweitung dieser Wettbewerbe auf Kosten der Spieler, Klubs und Fans für falsch", hatte Rauball der "Sport Bild" gesagt.

Im Gespräch ist eine Aufstockung der WM auf 40 Teams. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte seine Pläne für eine Vergrößerung des Weltturniers zum Jahr 2026 Anfang September erneut bekräftigt. Das Thema soll genauso wie die WM-Vergabe an eine ganze Region bei der Sitzung des Fifa-Councils am 13. und 14. Oktober in Zürich auf die Tagesordnung kommen.

 

(dpa)
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