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Verstorbener Ex-DFB-Präsident
Klinsmann: "Mayer-Vorfelder war im Gegenwind besonders gut"

Fotos: Gerhard Mayer-Vorfelder – DFB-Präsident, CDU-Politiker, Stuttgarter
Fotos: Gerhard Mayer-Vorfelder – DFB-Präsident, CDU-Politiker, Stuttgarter FOTO: dpa, bwe jhe bwe
Stuttgart. Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat den am Montag im Alter von 82 Jahren verstorbenen DFB-Ehrenpräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder vor allem für dessen Fähigkeit geschätzt, auch ungewöhnliche Wege zu gehen.

"MV schaute nie, woher der Wind wehte – manchmal war er im Gegenwind sogar besonders gut", schrieb der US-Nationalcoach in einem Beitrag für Bild: "Und: Er schenkte den jungen Leuten Vertrauen."

So habe der damalige DFB-Chef seine Entscheidung als Bundestrainer, in Urs Siegenthaler einen Scout aus der Schweiz und Konditionstrainer aus den USA zu verpflichten, mitgetragen. Klinsmann: "Er musste sich gewiss einiges anhören beim DFB in meiner Anfangszeit. Natürlich hat er mal gefragt: 'Jürgen, muss das sein?'"

Aber dann habe er sich mit den Konditionstrainern und dem Scout an einen Tisch gesetzt und diese ausgefragt. "Und sagte dann zu mir: 'Alles klar, tut mir leid, dass ich gezweifelt habe. Die Leute sind absolut top.'"

Mayer-Vorfelder sei für Klinsmann mehr als nur "mein VfB- und DFB-Präsident" gewesen: "2005 tauchte er acht Wochen nach dem Tod meines Vaters in der Familien-Bäckerei in Botnang auf, trank einen Kaffee bei meiner Mutter: 'Frau Klinsmann - wie geht es?' Als ich mich dafür bedankt habe, hat er gesagt: 'Warum? Das habe ich doch versprochen.'" Klinsmann, der seine Weltkarriere als Profi einst beim VfB unter Klub-Präsident Mayer-Vorfelder startete, weiter: "Ich bin unendlich dankbar, dass er die WM in Brasilien noch erleben konnte."

(sid)
 
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