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Liverpool-Trainer
Klopp sieht deutsche Fußball-Generation als Geschenk

Porträt: Jürgen Klopp: Kult-Trainer und Meister-Macher
Porträt: Jürgen Klopp: Kult-Trainer und Meister-Macher FOTO: dpa, gh
Berlin . Für Jürgen Klopp wäre Deutschland bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich der "logische Europameister" gewesen. Der Teammanager des FC Liverpool sei von der Qualität der Mannschaft "wirklich beeindruckt".

Selbst in "dieser für uns schwierigen Konstellation hat Frankreich im Halbfinale gegen uns mit zehn Mann verteidigt. Das unterstreicht, welch außergewöhnliche Spielergeneration wir gerade haben", schwärmte der frühere Dortmunder Meistertrainer in der "Welt am Sonntag".

Leider hätten sie die Tore nicht gemacht, "dann verlierst du eben das Spiel gegen Frankreich, obwohl das komplett unverdient war", sagte Klopp. Er betrachte diese Generation deutscher Fußballer "als Geschenk". Das wisse auch Joachim Löw. Dass der Bundestrainer seinen Vertrag bis zur WM 2018 in Russland erfüllen wird, begrüßt Klopp: "Löw hat einen guten Draht zu den jungen Kerlen. Es ist schön, dass es jetzt so weitergeht."

Jürgen Klopp setzt Hoffnungen in Weigl und Can 

In zwei Jahren rechnet Klopp daher auch wieder mit einem starken deutschen Team. "Wenn wir diese Mannschaft einmal durchgehen, dann ist zu erkennen, was bei der Weltmeisterschaft in Russland alles möglich sein wird. Sie wird wieder als Favorit ins Turnier gehen. Denn der Großteil der Spieler wird immer noch in einem guten Alter sein", sagte Klopp.

Man müsse sich jedenfalls keine Riesensorgen machen, die nächsten Talente würden ja auch schon warten. "Hut ab vor Joshua Kimmich. Jetzt kommt Leroy Sané rein, Julian Brandt war bei der EM nicht dabei. Marco Reus und sein Zug zum Tor hätten der Mannschaft sehr gut getan", sagte Klopp, der seine Hoffnungen auch auf Spieler wie Julian Weigl und Emre Can setzt.

"Unwahrscheinlich, dass ich mit Mitte 60 noch die Champions League gewinnen werde"

Der ab und an als Bundestrainer gehandelte frühere Coach von Borussia Dortmund ließ offen, ob er auch mit Mitte 50 noch auf der Bank sitzen werde. "Das ist noch sehr weit hin, ich weiß wirklich nicht, was dann sein wird." Was er aber weiß: "Es ist extrem unwahrscheinlich, dass ich mit Mitte 60 noch die Champions League gewinnen werde. Denn dann werde ich mit ganz, ganz hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf der Trainerbank sitzen."

(jado/sid/dpa)
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