kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Nationalmannschaft: Klinsmann wehrt sich gegen Kritiker

zuletzt aktualisiert: 16.10.2005 - 12:41

Hamburg (rpo). Die Fronten sind verhärteter denn je, und der Zoff zwischen Bundesliga und Bundestrainer geht unverändert weiter. Hauptkritikpunkt der Liga-Vertreter ist weiterhin der Wohnort von Jürgen Klinsmann. "Der soll hierher kommen und nicht ständig in Kalifornien herumtanzen und uns hier den Scheiß machen lassen", verschärfte Manager Uli Hoeneß vom deutschen Meister Bayern München die Kritik.

Klinsmann konterte die Attacken in der medienträchtigen Auseinandersetzung: "Es scheint so, dass viele auf einen Dämpfer für die Nationalmannschaft gewartet haben. Das Wohnsitz-Thema stellt sich nicht", erklärte der 41-Jährige in der Bild am Sonntag entschieden.

Ungeachtet der jüngsten Rückschläge der deutschen Nationalmannschaft (1:2 in der Türkei und 1:0 gegen China) verbietet sich Klinsmann auch fachlich jegliche Einmischung: "Was vor drei Monaten beim Confed Cup alles richtig war, kann man heute nicht alles in Frage stellen. Kein Manager und kein Trainer wird uns da reinreden."

Führungsanspruch unterstrichen

Alarmiert von den Diskussionen in Deutschland unterstrich der Kapitän der deutschen Europameister-Elf von 1996 in weiteren Interviews seinen Führungsanspruch auch nachdrücklich: "Es passt einigen Leuten nicht, wie ich an die Dinge herangehe, was ich für eine Denkweise habe, und dass sie mich nicht so greifen können, wie sie es gerne hätten", sagte Klinsmann der Welt am Sonntag.

In der ARD-Sportschau konnte sich der Ex-Stürmerstar außerdem verbale Spitzen gegen seine Widersacher bei den Klubs nicht verkneifen. "Tatsache ist: Wir sind mit der Bundesliga nur noch Nummer sechs in Europa und bald vielleicht nur noch Siebter. Wir messen uns mit der Elite, das ist unser Maßstab. Einige Eitelkeiten müssen hintan stehen."

Spitzenfunktionäre des deutschen Fußballs allerdings rieten "Vielflieger" Klinsmann unterdessen indirekt zur Korrektur zumindest einzelner Standpunkte: Die Wohnort-Debatte sei "eine psychologische Frage. Wäre er öfter in Deutschland, gäbe es solche Diskussionen überhaupt nicht. Alles andere bricht dann in sich zusammen", meinte Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im DSF.

"MV" ließ allerdings mit Blick auf das WM-Turnier 2006 in Deutschland auch seine Marschrichtung für anstehende Gespräche mit Bundestrainer zur Vorbereitung des für Ende Oktober geplanten "Gipfeltreffens" mit Liga-Managern und -Trainern, das in Hamburg kurzfristig geplatzt war, erkennen: "Ich glaube, er wird öfter da sein."

Liga-Chef Werner Hackmann bestritt im Kölner Express zwar die Existenz einer "Anti-Klinsmann-Stimmung" bei den Vereinen, monierte allerdings auch den Abflug des Bundestrainers Richtung USA am frühen Morgen nach dem China-Match ohne weitere Gespräche mit seinen Kritikern: "Das war sicherlich unklug von ihm. Beim Spitzenspiel in Schalke hätte er sich blicken lassen müssen. So hat Klinsmann zumindest verpasst, ein Signal zu setzen."

Einen Balance-Akt zwischen denkbaren Zugeständnissen und der sportlichen "Richtlinien-Kompetenz" des DFB-Stabes versuchte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff: "Wir haben die Botschaften gehört", erklärte der frühere Profi in der WamS zwar und signalisierte im ZDF offenbar im Namen seines "Chefs" Gesprächsbereitschaft.

"Es ist Klärungsbedarf vorhanden. Es ist ein Bild entstanden, dass wir nicht wollen. Wir wollen nicht sagen, dass in der Bundesliga falsch trainiert wird." Bierhoff stellte aber zugleich auch klar: "Jürgen wird sich keine fachlichen Vorschriften machen lassen. Wir können nicht die Wünsche aller 18 Klubs berücksichtigen."

Fachliche Vorwürfe zurückgewiesen

Das liegt nach Klinsmanns Aussagen auch gar nicht in der Absicht des einstigen Publikumslieblings: "Man kann es nicht jedem recht machen. Und das ist auch nicht meine Intention." Fachliche Vorwürfe wegen seiner Trainingsmethoden, des mangelden Gerüstes für eine WM-Stammelf, der Rotation im Tor der Nationalelf oder Desinteresse an den Bedürfnissen der Vereins-Trainer wies der DFB-Chefcoach jedoch auch zurück.

"Es wäre ein Witz, die Trainingsintensität herunterzufahren. Wir fordern vor Länderspielen auch nicht, dass Bundesligisten ihre Intensität herunterfahren. Wir haben weder mit den Torhütern noch haben wir 20 oder 30 andere Probleme. Sollten Probleme dasein, würden wir sie umgehend angehen."

Mayer-Vorfelder gab Klinsmann ungeachtet der Zweifel am Kurs des Bundestrainers bei prominenten Kollegen wie Ottmar Hitzfeld ("Ich weiß nicht, ob die Kommunikation so richtig stimmt" und Udo Lattek ("Klinsmann sagt immer 'Ja, Ja', ist aber nicht lernfähig. Sein Training sorgt für verkehrte Belastung") für den sportlichen Bereich auch Rückendeckung: "Ich finde es gut, dass er ein eigenwilliger Typ ist mit eigenen Vorstellungen. Das sollte man ihm nicht austreiben. Er muss seinen eigenen Weg gehen. Dafür ist er Bundestrainer geworden."

Quelle: afp

Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Anderson und Rupp kehren zurück

Borussia Mönchengladbach

Anderson und Rupp kehren zurück

Neue Namen werden viele gehandelt in diesen Tagen, wenn von möglichen Zugängen bei Borussia ... mehr 

Bei Google ist Fortuna schon Meister 2013

Fortuna Düsseldorf

Bei Google ist Fortuna schon Meister 2013

Vom Bundesliga-Aufsteiger zum Deutschen Meister? Dies gelang bislang nur dem 1. FC Kaiserslautern. Geht es allerdings nach dem Internet-Giga ... mehr 

Sport
Aus der Region

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Die Stars der EM richtig aussprechen

Immer wieder stolpern Fans, Reporter und Journalisten über die Aussprache einiger Fußballspieler. Ein Grund für uns, die ... mehr 

Auf einen Blick

Wir suchen den EM-Experten

EM-Test-2011-Deutschland-Brasilien-Reaktionen_2_66821.jpg

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es ins Finale? Und die alles entscheidende Frage: Wer gewinnt die EM in Polen und der Ukraine? Unser Tippspiel gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Neben Ruhm und Ehre warten viele attraktive Preise. mehr 

Fotostrecken Fussball
Das ist Ralf Rangnick
Das ist Ralf Rangnick
Ralf Rangnick ist als Trainer von Schalke 04 .. mehr 
 
Das ist Ralf Rangnick
Das ist Ralf Rangnick
Ralf Rangnick ist als Trainer von Schalke 04 ..
mehr 
Nationalmannschaft: die DFB-Rekordspieler
Nationalmannschaft: die DFB-Rekordspieler
Sehen Sie die Rekord-Nationalspieler des DFB.
Stand: Dezember 2011
mehr 
Frauen-EM-Quali 2013: Deutschland - Rumänien
Frauen-EM-Quali 2013: Deutschland - Rumänien
Die deutschen Frauen dürfen nach dem 5:0-Sieg für die EM planen.
mehr 
Die Gerüchteküche der Bundesliga
Die Gerüchteküche der Bundesliga
Die Bundesliga-Saison ist zu Ende, die Teammanager planen die kommende ..
mehr 
Das ist Sascha Rösler
Das ist Sascha Rösler
Wir stellen Ihnen Fortunas Top-Torschützen Sascha Rösler vor.
mehr 
Testspiel 2012: USA - Brasilien 1:4
Testspiel 2012: USA - Brasilien 1:4
Die USA hat gegen Brasilien eine 1:4-Niederlage kassiert.
mehr 
Das ist Thomas Bröker
Das ist Thomas Bröker
Wir stellen Ihnen Fortunas Dauerläufer Thomas Bröker vor.
mehr 
Bundesliga 11/12: Mitgliederversammlung bei der Hertha
Bundesliga 11/12: Mitgliederversammlung bei der Hertha
Sehen Sie die Bilder von der Mitgliederversammlung bei Hertha BSC Berl ..
mehr 
 
MEHR
Zinedine Zidane fehlt Frankreich im Länderspiel gegen Deutschland.

Adduktorenverletzung

Frankreich ohne Zidane gegen Deutschland

Madrid (rpo). Es wird nichts aus einem Duell zwischen Michael Ballack und Zinedine Zidane. Der französische Nationalspieler muss den Länderspiel-Klassiker am 12. November (21.00 Uhr) im Stade de France von St. Denis gegen Vizeweltmeister Deutschland ... mehr

 
 
 
 
 
Auf einen Blick