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Deutschland gegen die Niederlande
Maschinenpistolen und Spürhunde: Hannover rüstet sich für Länderspiel

Polizei zeigt vor Länderspiel in Hannover Präsenz
Polizei zeigt vor Länderspiel in Hannover Präsenz FOTO: dpa, pst hpl
Hannover. Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe hat für das Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) eine "deutlich verstärkte Präsenz" an Sicherheitskräften angekündigt. Einige Polizisten werden mit Maschinenpistolen ausgerüstet sein. Dies teilte Kluwe auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius am Montag in Hannover mit.

Aus "taktischen Gründen" werde keine Anzahl der eingesetzten Polizisten genannt. Es würden aber deutlich mehr sein als bei normalen Bundesliga-Spielen, bei denen 200 Beamte vor Ort sind. Zu dem "anderen Auftreten" gehöre neben den Maschinenpistolen auch der Einsatz von Spürhunden, betonte Kluwe. Sowohl rund um das Stadion als auch in der Arena selbst sowie bei den Unterbringungsorten der Mannschaften würden sie eingesetzt.

"Wir werden vonseiten der Sicherheitskräfte alles dafür tun, dass wir ein sicheres Spiel durchführen können", sagte Minister Pistorius und rief die Fans gleichzeitig zur aktiven Mithilfe auf: "Unser Appell an alle, die ins Stadion gehen, lautet, ebenfalls wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen an die Polizei zu melden."

Fotos: Löw wirkt auf Pk sehr nachdenklich FOTO: afp, PST/DG

Kluwe appellierte an alle Stadionbesucher, sich besonders besonnen zu verhalten. Dies gelte insbesondere auch für den Einsatz von Pyrotechnik: "Das vergangene Wochenende in Paris habe gezeigt, wie schnell es derzeit zu panischen Reaktionen kommen kann." Auf dem Platz der Republik in Paris war es am Sonntag kurzzeitig zu einer Panik gekommen, nachdem ein Knall zu hören gewesen war.

Der SPD-Politiker wies aber auch darauf hin, dass es "keine absolute Sicherheit im öffentlichen Raum" geben könne: "Das kann der Staat nicht leisten." Bislang sind für das Länderspiel in Hannover 31.000 Karten verkauft. Bundeskanzlerin Angela Merkel und das gesamte Kabinett haben einen Besuch der Partie in der niedersächsischen Landeshauptstadt angekündigt.

Nach den Anschlägen in Paris am vergangenen Freitag stand das Spiel zunächst auf der Kippe. Am Sonntag entschieden sich die Teams, dass die Begegnung dennoch stattfindet.

Reaktionen: "Die Gegentore treten völlig in den Hintergrund"

Pistorius begrüßte die Entscheidung. "Das ist richtig. Es wäre ein falsches Signal, wenn wir uns jetzt verstecken würden", sagte der 55-Jährige. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Bundesjustizminister Heiko Maas geäußert.

(seeg/sid/dpa)
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