Löw beendet Rotation: Lehmann bleibt Deutschlands Nummer eins
zuletzt aktualisiert: 17.07.2006 - 19:49Frankfurt/London (rpo). Jens Lehmann macht weiter. Der deutsche Nationaltorhüter hat sich dazu entschieden, auch bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz als Nummer eins im deutschen Tor zu stehen. Der neue Bundestrainer Joachim Löw erklärte nach seinem Amtsantritt, voll hinter dem Schlussmann des englischen Erstligisten Arsenal London zu stehen und in Zukunft auf eine Rotation zwischen den Pfosten zu verzichten.
"Jens Lehmann wird weiterhin unsere Nummer eins sein. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich künftig in den Länderspielen keine Torwart-Rotation mehr plane. Jens wird in den bevorstehenden EM-Qualifikationsspielen dank seiner Erfahrung und Klasse mit Sicherheit ein wertvoller Rückhalt für unsere Mannschaft sein", sagte Löw nach einem längeren Telefonat mit Lehmann am Wochenende.
Der frühere Schalker und Dortmunder Bundesliga-Torhüter will "das Vertrauen, das mir Joachim Löw entgegen bringt, mit guten Leistungen rechtfertigen. Er hatte durch seine exzellente Arbeit und sein taktisches Fachwissen großen Anteil an unserem WM-Erfolg. Jetzt freue ich mich natürlich auf die neue Etappe in der Nationalmannschaft mit ihm als Bundestrainer."
Nach der Euphorie um die DFB-Auswahl während der WM sei allen Spielern bewusst, "dass die EM-Qualifikation kein Selbstläufer wird", so Lehmann: "Deshalb ist es unser großes Ziel, in der neuen Länderspiel-Saison von Anfang an genauso konzentriert und stark zu spielen wie bei der WM."
Der 38-malige Nationalspieler hatte kurz vor der WM Oliver Kahn, der nach dem Turnier seinen Rücktritt erklärt hatte, als Nummer eins abgelöst. Bei der Weltmeisterschaft hatte der 36-Jährige durch starke Leistungen, insbesondere als Elfmeter-Held im Viertelfinale gegen Argentinien, die Entscheidung von Jürgen Klinsmann gerechtfertigt.
Bei Arsenal London besitzt der deutsche Torwart noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2007. Lehmann wollte danach auch eine Rückkehr in die Bundesliga nicht ausschließen. Möglicherweise droht ihm aber in dieser Saison bei den "Gunners" ein harter Konkurrenzkampf. Nach Informationen italienischer Medien soll Arsenal Interesse an Italiens Weltmeister Gianluigi Buffon von Juventus Turin bekunden.
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