Kommentar: Lehmann bleibt gern merkwürdig
VON EIN KOMMENTAR VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 01.08.2008 - 12:08Düsseldorf (RP). Jens Lehmann neigt schon mal zur öffentlichen Eigentümlichkeit. Er hat das gerade wieder unterstrichen. Es entbehrt jedenfalls nicht einer gewissen Komik, wenn einer sich hinstellt und auf die Feststellung, er habe sich für einen bestimmten Weg entschieden, in Schweigen verfällt.
So interessant sind die Pläne des neuen Stuttgarter Torhüters ja auch wieder nicht, dass nun die Nation bang den Tag erwartet, da er sie dem Land enthüllt. Seine Zeit als Schlussmann der Nationalelf ist abgelaufen. Das weiß Lehmann längst, weil er die Zwischentöne zu hören versteht, die Bundestrainer Joachim Löw aussendet. Der Freiburger spricht über seinen EM-Torwart auffallend häufig in der Vergangenheit. Und er hat damit den Generationswechsel ausgerufen.
Darüber kann Lehmann nicht böse sein. Er hat sich selbst bei der EM einen ehrenvollen Abschied verschaffen können - auch weil Löw gegen viele Kritiker zum damals bei Arsenal London auf die Ersatzbank verbannten Torwart stand. Nun wird Lehmann in Ehren Platz machen für den Nachwuchs. Er hätte das ruhig schon verraten dürfen.
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