Torwart-Kampf entbrannt: Löw: "Es gibt keine klare Nummer eins"
zuletzt aktualisiert: 10.07.2008 - 20:22Düsseldorf (RPO). Es gibt Traditionen beim Deutschen Fußball-Bund, die sind fest verankert. Der Wechsel im Tor der Nationalmannschaft nach einem großen Turnier gehört dazu - sofern die Nummer eins seinen Rücktritt erklärt. So war es bei Bodo Illgner und Andreas Köpke, so war es bei Andreas Köpke und Oliver Kahn und so war es bei Oliver Kahn und Jens Lehmann. Doch damit ist jetzt offenbar Schluss.
"Nach Jens haben wir keinen Torwart mit großer internationaler Erfahrung. Es wird keine klassische Wachablösung geben, sondern einen Konkurrenzkampf. Wir werden uns nicht sofort auf eine Nummer 1 festlegen", erklärte Bundestrainer Joachim Löw gegenüber der "Bild"-Zeitung.
Aber was wird überhaupt aus Jens Lehmann? "Torwarttrainer Andy Köpke und ich werden zuerst in Ruhe mit Jens Lehmann sprechen, wie er sich und wie wir uns die Zukunft vorstellen", so Löw weiter. Lehmann selbst hat eine Teilnahme bei der WM 2010 in Südafrika nicht ausgeschlossen. Und: Der Schlussmann unterschrieb im Sommer einen Ein-Jahres-Vertrag beim VfB Stuttgart. Der gebürtige Essener schiebt sein Karriereende vor sich hin.
Nach der EM ist es Zeit für frisches Blut in der Nationalelf. Manuel Neuer, Rene Adler, Michael Rensing - sie alle machen sich Hoffnungen auf die Weltmeisterschaft in zwei Jahren. Auch Robert Enke und Timo Hildebrand kämpfen weiter für ihr großes Ziel: Den Stammplatz im deutschen Tor.
Hier beleuchten wir die Chancen der Kandidaten.
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