| 21.38 Uhr

Schweinsteiger verschießt Elfer
DFB-Team kommt langsam in Schwung

Herrmann bereitet Götzes 1:0 gegen die USA mustergültig vor
Herrmann bereitet Götzes 1:0 gegen die USA mustergültig vor FOTO: dpa, fg jhe
Faro. Die deutsche Nationalmannschaft präsentiert sich auch bei ihrer letzten Pflichtaufgabe der Saison alles andere als weltmeisterlich. Zur Pause des EM-Qualifikationsspiels gegen Fußball-Zwerg Gibraltar musste sich die Mannschaft von Joachim Löw nach einer ganz schwachen Vorstellung mit einem fast schon peinlichen 1:0 begnügen.

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Dabei hatte der Bundestrainer von seinen Spielern gefordert, gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten der Gruppe D auch etwas für die Tordiffernez zu tun. Andre Schürrle traf in der 28. Minute zur Führung.

Der krasse Außenseiter, der in seinen bisherigen Qualifikationsspielen noch nie so lange ohne Gegentreffer geblieben war, freute sich über den leblosen Auftritt von Bastian Schweinsteiger und Co..

Vor rund 6000 Besuchern im Ausweichquartier im portugiesischen Faro verpasste ausgerechnet der Kapitän eine frühe Führung, als er in der zehnten Minute leichtfertig einen Foulelfmeter vergab, den Jonas Hector herausgeholt hatte. Gibraltars Torwart Jordan Perez hatte bei der "Rückgabe" von Schweinsteiger keine Mühe. Fünf Minuten zuvor hatte Liam Walker erstmals die deutsche Hintermannschaft in Verlegenheit gebracht und mit einem strammen Weitschuss für Gefahr gesorgt.

Auch in der Folgezeit setzte Gibraltar immer wieder Nadelstiche und beschäftige Roman Weidenfeller im deutschen Tor mehr als ihm lieb war. Gegen Adam Priestley musste der Dortmunder in der 17.
Minute sein ganzes Können aufbieten.

In der 28. Minute erlöste dann der bis dahin schwache Schürrle die Gäste mit dem Führungstreffer zum 1:0. Doch sicherer wurden die Aktionen der DFB-Auswahl dadurch nicht. Denn kurz darauf vergab Jake Gosling für Gibraltar den möglichen Ausgleich, den der aufmerksame Weidenfeller vereitelte, der sein erstes Pflichtspiel für Deutschland absolvierte. Kurz vor der Pause scheiterten Mesut Özil und Patrick Herrmann aus bester Position.

Weidenfellers fünftes Länderspiel wird mit ziemlicher Sicherheit allerdings auch das letzte für den 34-Jährigen gewesen sein, der in der neuen Saison durch einen jüngeren Torhüter als Stellvertreter für Manuel Neuer ersetzt wird.

Ebenso wie Weidenfeller absolvierte auch Herrmann sein erstes Pflichtspiel im DFB-Trikot. Der 24 Jahre alte Shootingstar von Borussia Mönchengladbach hatte am vergangenen Mittwoch beim 1:2 gegen die USA in Köln sein Debüt in der Nationalelf gefeiert.

Löw hatte sein Team gegen den krassen Außenseiter wie angekündigt offensiv ausgerichtet und eine Dreierkette in der Abwehr aufgeboten. Dafür agierten in Mario Götze und Andre Schürrle im Gegensatz zur üblichen Formation zwei Akteure im Angriff, die aber beide viel zu oft ins Abseits liefen. Götze musste aber offensichtlich wegen Oberschenkelproblemen bereits in der 36. Minute durch Max Kruse ersetzt werden.

(dpa)
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