Algarve-Cup: Neid-Team siegt im Elfmeterschießen
zuletzt aktualisiert: 15.03.2006 - 21:17Faro (rpo). Auch unter der Bundestrainerin Silvia Neid sorgen die deutschen Fußball-Frauen für Furore. Im Finale des Algarve-Cups setzte sich das Team um Torfrau Silke Rottenberg gegen die USA im Elfmeterschießen durch. Nach 90 Minuten und Verlängerung stand es 0:0. Die Welt- und Europameisterinnen feierten nach der ausgezeichneten Bilanz von drei Siegen ohne Gegentor in drei Gruppenspielen somit den Erfolg im Elfmeterschießen mit 4:3.
Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Petra Wimbersky von Turbine Potsdam. Die Basis für den Erfolg im "Shootout" schuf Torhüterin Silke Rottenberg mit einem gehaltenen Versuch sowie ein Fehlversuch der US-Girls. In 120 Minuten regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es zuvor keine Tore gegeben.
Die US-Frauen waren die gesamte reguläre Spielzeit die überlegene Mannschaft, hatten aber entweder Pech im Abschluss oder nutzten die zahlreichen Torchancen nicht. "Mit dem Spiel meiner Mannschaft war ich zufrieden, mit der Chancen-Verwertung natürlich nicht", analysierte US-Coach Greg Ryan, Ende der 70er-Jahre Mannschaftskamerad von Franz Beckenbauer, Pele und Giorgio Chinaglia in der US-Soccer-League bei Cosmos New York.
In der ersten Hälfte hatte das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gleich zweimal Glück, als Aly Wagner (30.) und Carli Lloyd (40.) jeweils die nur die Torlatte trafen. Eine Minute vor der Pause rettete dann die Duisburger Torhüterin Rottenberg mit einer großartigen Parade gegen die freistehende Shannon Boxx. Deutschland hatte in der ersten Hälfte keine zwingende Torchance.
In der zweiten Hälfte änderte sich wenig an dem Bild. Zwar versuchte DFB-Trainerin Silvia Neid mit den Einwechslungen von Mittelfeldspielerin Celia Okoyino da Mbabi vom SC Bad Neuenahr (58. ) für Britta Carlson (Turbine Potsdam) und Melanie Behringer vom SC Freiburg (65.) für Anja Mittag (Turbine Potsdam), den Druck zu erhöhen. Doch die Rekordturniersiegerinnen ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie vergaben weiter beste Möglichkeiten durch unter anderem Wagner (59.) und Lindsay Tarpley (73.).
In der Verlängerung konnten beide Teams nicht mehr zusetzen. Bei den deutschen Frauen ragte nur Torhüterin Silke Rottenberg heraus, bei den Amerikanerinnen verdienten sich Kristin Lilly und Aly Wagner Bestnoten.
Statistik:
Deutschland: Rottenberg (FCR Duisburg) - Stegemann (Heike Rheine), Krahn (FCR Duisburg), Jones (FFC Frankfurt), Minnert (Bad Neuenahr) ab 106. Fuss (Brauweiler Pulheim) - Mittag (Turbine Potsdam) ab 65. Behringer (SC Freiburg), Garefrekes (FFC Frankfurt), Carlson (Turbine Potsdam) ab 58. Mbabi (Bad Neuenahr), Pohlers (Turbine Potsdam) - Prinz (FFC Frankfurt), Wimbersky (Turbine Potsdam)
Schiedsrichterin: Borg (Schweden)
Elfmeterschießen: 0:1 Wagner, 1:1 Behringer, Rottenberg hält gegen Boxx, 2:1 Pohlers, 2:2 Whitehill, Prinz schießt über das Tor, Wambach schießt an die Latte, 3:2 Mbabi, 3:3 Lilly, 4:3 Wimbersky
Zuschauer in Faro: 400
Beste Spielerin: Rottenberg
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