| 12.27 Uhr

1:0 gegen Nigeria
Seeler-Enkel schießt U20 ins WM-Viertelfinale

Deutsche U20 zieht ins WM-Viertelfinale ein
Deutsche U20 zieht ins WM-Viertelfinale ein FOTO: dpa, da mr
Christchurch. Die deutschen U20-Junioren stehen im Viertelfinale der WM-Endrunde in Neuseeland und treffen am Sonntag auf Mali. Im Achtelfinale wurde Nigeria 1:0 bezwungen.

Der Siegeszug der deutschen U20-Junioren bei der WM in Neuseeland hält dank Uwe-Seeler-Enkel Levin Öztunali an. Am Donnerstag bezwang das Team von Trainer Frank Wormuth im Achtelfinale Afrika-Meister Nigeria verdient mit 1:0 (1:0) und bekommt es am Sonntag (3 Uhr/MESZ) mit Mali zu tun.

Der 19 Jahre alte Bremer Bundesliga-Profi Öztunali (19.) traf zum Tor des Tages, womit sich der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach einer phasenweise sehr überzeugenden Vorstellung bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in die Runde der letzten Acht gekämpft hat. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Unser Erfolgsgeheimnis war, dass wir den ballführenden Gegner früh unter Druck gesetzt haben. Wir hätten es uns allerdings leichter machen können, wenn wir mehr Tore erzielt hätten", sagte Wormuth.

Zum Einzug in die Vorschlussrunde, die zuletzt 1987 erreicht worden war und als Minimalziel ausgegeben wurde, fehlt damit nur noch der Erfolg gegen Mali. Mit Blick auf dieses Spiel erwartet Wormuth "einen ähnlichen Gegner und erneut einen harten Kampf".

Nach dem Sieg gegen den Geheimfavoriten Nigeria und den überzeugenden Auftritten in der Gruppenphase mit drei klaren Siegen darf der DFB-Nachwuchs auf den ganz großen Wurf hoffen. Zum ersten und bislang einzigen Mal war dies Deutschland 1981 gelungen.

"Die Mannschaft hat bisher überragend gespielt. Sie ist sehr konzentriert und fokussiert. Da gibt es nicht viel zu meckern", hatte DFB-Sportdirektor Hansi Flick im DFB-TV die Siege in der Gruppe F gegen Fidschi (8:1), Usbekistan (3:0) und Honduras (5:1) kommentiert. Mit neun Punkten und 16:2 Toren wies die deutsche Mannschaft damit nicht nur die beste Bilanz aller 24 Teilnehmer auf, sie schoss auch soviele Tore in der Gruppenphase wie noch kein Team bei einer U20-WM zuvor.

"Wenn sie jetzt noch mehr zueinanderfinden, sind die Aussichten sehr gut", äußerte Flick - und die deutschen Junioren taten es. Bis auf einen gefährlichen Konter der Nigerianer kurz vor Öztunalis Treffer geriet das deutsche Tor in der ersten Halbzeit kaum in Gefahr. Auf der anderen Seite glänzte Wormuths Offensivabteilung hingegen immer wieder mit schönen Kombinationen, eine höhere Führung wäre nach dem ersten Abschnitt nicht unverdient gewesen.

Auch nach Wiederanpfiff wurden die hochgelobten Afrikaner den Vorschusslorbeeren zunächst nur selten gerecht, während das deutsche Team insbesondere durch seine reife und überlegte Spielweise überzeugte. 20 Minuten vor Schluss intensivierte Nigeria jedoch sein Bestreben, das Resultat war bis zum Abpfiff eine nervöse und etwas verunsicherte deutsche Mannschaft. Am Ende reichte aber das Öztunali-Tor zum Erreichen des Viertelfinales.

(sid)
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