Deutsche Erfolge im Junioren-Fußball: Signal über den Fußball hinaus
VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 01.07.2009 - 10:14Düsseldorf (RP). Deutsche Talente haben es schwer, sich im Profisport durchzusetzen. Seit 1995, seit das Bosman-Urteil praktisch den uneingeschränkten Einsatz ausländischer Spieler auf den Weg brachte, wetteifern sie mit jungen Kerlen aus aller Herren Länder um die raren Stammplätze in den Mannschaften. Den sportlichen Untergang des Abendlandes sah manch einer damals heraufziehen.
Doch spätestens mit dem Schlussakkord unter den aus U17-, U19- und U21-Titel bestehenden Dreiklang hat der Deutsche Fußball-Bund bewiesen, dass es nicht zwangsläufig so kommen muss.
Im Gegenteil: Neben einer Verbesserung der sportlichen Ausbildung und der gelungenen Integration der zum Großteil in Deutschland geborenen Nachkommen von Einwandererfamilien ist auch der scharfe Wettbewerb in der Bundesliga ein Baustein des Erfolgs. Mesut Özil und Mats Hummels zum Beispiel, Sami Khedira und Gonzalo Castro haben sich im Verein durchgesetzt und dort das Rüstzeug für den internationalen Wettbewerb geholt.
Auch wenn der Fußball in Deutschland auf ganz andere Ressourcen zurückgreifen kann als die weniger betuchten Mannschaftssportarten, lädt dieser Erfolg auch zum Seitenblick ein. Die fortwährenden Klagen von Handball-Bundestrainer Heiner Brand und seines für die Basketballer zuständigen Kollegen Dirk Bauermann darüber, dass ihre Nachwuchskräfte im Tagesgeschäft kaum zum Zuge kommen, klingen seit dem Abend von Malmö nicht mehr ganz so überzeugend.
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