Fußball-Nationalmannschaft der Frauen: Späte Treffer bringen Sieg über China
zuletzt aktualisiert: 28.02.2008 - 19:01Freiburg (RPO). Deutschlands Fußball-Weltmeisterinnen sind mit dem angepeilten Erfolgserlebnis in das Olympia-Jahr gestartet. Das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), das im August die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking anstrebt, kam im ersten Länderspiel des Jahres zu einem 2:0 (0:0) gegen China und ist seit nunmehr 15 Partien in Folge ungeschlagen.
Die Treffer erzielten Rekordnationalspielerin und -torschützin Birgit Prinz, die im 174. Länderspiel per Foulelfmeter (80.) zum 117. Mal traf, und Petra Wimbersky (89.). "Wir wollten den Chinesinnen keine Chancen geben. Das ist uns gelungen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns besser bewegt, früher angegriffen und sind als Team weiter nach vorne gerückt", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid und wertete vor allem das im zweiten Durchgang präzisere Passspiel als Schlüssel zum Sieg.
Vor 18.346 Zuschauern in Freiburg waren die Gastgeberinnen, die ohne die angeschlagenen Weltmeisterinnen Kerstin Garefrekes, Fatmire Bajramaj und Linda Bresonik auskommen mussten, unter den Augen von Männer-Bundestrainer Joachim Löw in der Anfangsphase klar überlegen.
Allerdings konnte sich das Team von Trainerin Silvia Neid, die in ihrer Start-Elf ausschließlich auf Weltmeisterinnen vom vergangenen September vertraute, trotz der Feldvorteile zunächst keine klaren Chancen erarbeiten. Bei den Deutschen, die am Montag zum Algarve-Cup (5. bis 12. März) nach Portugal aufbrechen und bei dem Turnier auf Schweden, Dänemark und Finnland treffen, fehlte trotz der aggressiven Spielweise die Genauigkeit beim Anspiel in die Spitze.
Zwar blieb die DFB-Auswahl, die ihr bisher letztes Gegentor am 30. August des Vorjahres beim 2:2 gegen Norwegen kassiert hatte, auch nach dem guten Beginn bis zur Pause engagiert, dennoch konnten sich die Weltmeisterinnen den kompletten ersten Durchgang nur eine gute Tormöglichkeit erarbeiten. Die Potsdamerin Babette Peter traf mit ihrem Distanzschuss aber nur die Latte (43.).
Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Der zweimalige Weltmeister und sechsmalige Europameister, der noch nie die Goldmedaille bei Olympia gewinnen konnte, ließ weiterhin die nötige Präzision vermissen. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Deutschen aber den Druck.
Beste Spielerinnen auf Seiten der DFB-Auswahl, die vor der Begegnung die Bilanz von neun Siegen, acht Niederlagen und fünf Unentschieden gegen die Spielerinnen aus dem Reich der Mitte vorzuweisen hatten, waren Simone Laudehr (FCR Duisburg) und die Freiburger Lokal-Matadorin Melanie Behringer. Ihr Debüt feierte Lena Goeßling vom SC Bad Neuenahr.
Deutschland: 1 Angerer (Djurgardens IF) - 2 Stegemann (SG Wattenscheid 09), 5 Krahn (FCR Duisburg), 17 Hingst (Djurgardens IF), 4 Peter (Turbine Potsdam) - 20 Wimbersky (1. FFC Frankfurt), 14 Laudehr (FCR Duisburg) ab 86. Goeßling (SC Bad Neuenahr), 10 Lingor (1. FFC Frankfurt) ab 65. Bartusiak (1. FFC Frankfurt), 7 Behringer (SC Freiburg) ab 78. Pohlers (1. FFC Frannkfurt) - 8 Smisek (1. FFC Frankfurt) ab 46. Müller (VfL Wolfsburg), 9 Prinz (1. FFC Frankfurt).
Schiedsrichterin: Schumacher (Oberhausen)
Tore: 1:0 Prinz (80. Foulelfmeter), 2:0 Wimbersky (89.)
Zuschauer: 18.346
Beste Spielerinnen: Laudehr, Behringer
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karte: Müller
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