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Joachim Löw panorama 2011 dapd
  Foto: dapd
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Als Nachfolger von Mourinho: Spanische Presse bringt Löw bei Real ins Gespräch

zuletzt aktualisiert: 27.12.2011 - 14:52

Am zweiten Weihnachtstag hat Jose Mourinho, Trainer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid, angekündigt, irgendwann wieder nach England zurückkehren zu wollen. Und nur einen Tag nach Mourinhos Planspielen bringt die spanische Presse bereits einen Nachfolger für den Portugiesen als Real-Trainer ins Gespräch. Und der Name ist ein echter Hammer: Joachim Löw.

Joachim Löw auf dem Cover der aktuellen Ausgabe der Marca. Der Bundestrainer wird als Nachfolger von Jose Mourinho gehandelt. Foto: Screenshot
Joachim Löw auf dem Cover der aktuellen Ausgabe der Marca. Der Bundestrainer wird als Nachfolger von Jose Mourinho gehandelt. Foto: Screenshot

Die spanische "Marca" titelte am Dienstag mit dem Namen des Bundestrainers. "Löw hat die richtige Statur", schrieb das Blatt und setzte damit das erste Gerücht um eine mögliche Nachfolge Mourinhos in die Welt. Wann der exzentrische Portugiese die "Königlichen" allerdings verlässt, ist völlig offen. Mourinho sagte, er wolle "in ein paar Jahren" wieder auf die Insel zurückkehren und dort noch einmal einen Klub zu Titeln zu führen.

Und nach der Ankündigung zerbrechen sich die Verantwortlichen des Spitzenreiters der spanischen Primera Division laut spanischen Medien bereits jetzt die Köpfe, wer auf Mourinho folgen könnte. "Löw ist derzeit derjenige, der den Real-Oberen am meisten gefällt", schreibt die Zeitung. Sie nennt allerdings keine Quellen für ihre Informationen und räumt ein: "Derzeit sucht Real Madrid keinen Nachfolger für Mou".

Allerdings lässt das Blatt keine Zweifel daran aufkommen, dass nur Löw bei Real auf Mourinho folgen kann. "Löw ist einer der Trainer, die dazu geboren wurden, bei den Weißen den Platz auf der Bank einzunehmen." Der Vertrag des Bundestrainers läuft noch bis 2014, genau so lange wie Mourinhos bei Real. In Mesut Özil und Sami Khedira spielen bereits zwei deutsche Nationalspieler bei den "Galaktischen".

Doch über solche Gerüchte macht sich Löw sicher keine Gedanken. Der Bundestrainer ist fokussiert auf die EM 2012 in Polen und der Ukraine und will nach 16 langen Jahren endlich wieder einen großen Titel nach Deutschland holen. Sollte er mit der DFB-Auswahl tatsächlich den EM-Pokal gewinnen, ist ein frühzeitiges Ende seines Vertrages beim DFB dennoch nicht wahrscheinlich. Die Aussicht, mit der jungen deutschen Mannschaft 2014 in Brasilien um den WM-Titel zu spielen, ist zu rosig.

Dass Löw eine Vereinsmannschaft ganz nach oben führen kann, bezweifelt nach dem angelaufenen Jahr und der WM 2010 in Südafrika niemand. Die ausländischen Trainer-Größen loben Löw für den Stil, den er der deutschen Mannschaft einverleibt hat.

Lob von ausländischen Trainer-Größen

Mourinho, Alex Ferguson (Manchester United), Vicente del Bosque vom Welt- und Europameister Spanien oder Jürgen Klinsmann (USA) gratulierten dem 51-Jährigen zur Wahl zum "Mann des Jahres" durch das Fachblatt "kicker".

"Ich freue mich mit Jogi Löw über die Auszeichnung, die er zweifelsohne verdient hat. Auf dem Fundament, das wir zwischen 2004 und 2006 gebaut haben, hat er ein attraktives Gebilde entstehen lassen", sagte Klinsmann. Der US-Nationalcoach hatte Löw 2004 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) geholt. "Eine Qualifikation mit einem so offensiven Spielstil ohne Punktverlust zu schaffen, ist eine großartige Leistung", so Klinsmann.

Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque hob auch den Umgang mit dem deutschen Kollegen hervor. "Joachim Löw ist einer der Kollegen, die ich am allermeisten schätze. Sowohl fachlich als auch menschlich. Der Austausch mit ihm ist immer außergewöhnlich gut, sei es in der Hektik rund um ein Spiel oder auch bei Treffen zu anderen Gelegenheiten", sagte del Bosque. Sein Team konnte die DFB-Elf bei der WM in Südafrika 2010 im Halbfinale (1:0) stoppen. "Deutschland ist ein Gegner, gegen den es jeden Tag schwerer fällt, zu gewinnen", meinte del Bosque.

Trainer-Ikone Alex Ferguson war ebenfalls voll des Lobens. "Das große Verdienst von Joachim Löw ist es, dass er den Mut hatte, den jungen Spielern die Möglichkeit des Einsatzes zu geben. Damit hat er im deutschen Fußball eine Renaissance eingeleitet." So etwas sei nur möglich, wenn der Trainer über ein starkes Selbstbewusstsein und über einen starken Glauben an die jungen Spieler verfüge. "Die werden ihm ewig vertrauen und niemals vergessen, dass Löw ihnen diese Möglichkeit eröffnete", sagte Ferguson.

Respekt vor Löws Arbeit äußerte auch Real Madrids Chefcoach Jose Mourinho: "Joachim Löw hat hervorragende Arbeit geleistet. Das deutsche Team verfügt über eine große Qualität und zeigt, dass es ehrgeizige Ziele verfolgt. Das ist eine Mannschaft mit Gegenwart und Zukunft."

Quelle: seeg/das/seeg

 
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