Herberge gefunden: Taunus erhält den Zuschlag der "Selecao"
zuletzt aktualisiert: 14.12.2005 - 13:47Königstein/Rio de Janeiro (rpo). Das Ringen um die brasilianische Nationalmannschaft hat lange angehalten, jetzt haben sich die Kicker vom Zuckerhut für eine Bleibe während der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr entschieden. Der Titelverteidiger residiert im Kempinski-Hotel Falkenstein in Königstein im Taunus. Damit gab der brasilianische Verband den übrigen Bewerbern in Bergisch Gladbach, München, Mainz, Berlin und Castrop-Rauxel einen Korb.
Trainer Carlos Alberto Parreira, der Technische Leiter Mario Zagallo und Sportdirektor Americo Faria hatten laut Süddeutsche Zeitung diese Ziele in die engere Wahl genommen. Die Fünf-Sterne-Nobelherberge auf den Tanushöhen bietet den Südamerikanern um Superstar Ronaldinho ideale Bedingungen für die Vorbereitung auf die WM-Spiele; der Rhein/Main-Flughafen ist außerdem nur 27 Kilometer entfernt. "Ich habe schon einmal die ersten Tanzschritte geübt", flachste Königsteins Bürgermeister Siegfried Fricke im Radiosender FFH: "Wir freuen uns natürlich sehr, aber müssen noch daran arbeiten, alle Fans unterzukriegen."
Sehr froh war auch der für den Sport zuständige hessische Innenminister Volker Bouffier: "Das ist eine wunderbare Nachricht für das Sportland Hessen. Samba im Taunus mit den Weltstars Ronaldinho und Ronaldo - das wird sicherlich für alle ein ganz besonderes Erlebnis werden."
Südkorea nistet in Bensberg ein
Der südkoreanische Auswahl, WM-Halbfinalist von 2002, bezieht derweil im Grandhotel Schloss Bensberg in der Nähe von Köln ihr WM-Quartier. "Ich kann bestätigen, dass die Südkoreaner ihr WM-Zuhause in Bensberg planen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr", sagte Michael Pütter, der Direktor der Althoff-Hotels, zu denen auch das Grandhotel Schloss Bensberg zählen, dem Kölner Express.
Der WM-Vierte aus Südkorea will seine Trainingseinheiten in der BayArena von Bundesligist Bayer Leverkusen absolvieren. "Es gibt großes Interesse von seitens der Südkoreaner", sagte der Bayer-Sportbeauftragte Meinolf Sprink.
Pütter hatte eigentlich die Hoffnung, dass auch WM-Titelverteidiger Brasilien in einem seiner Häuser, dem Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach, absteigen wird, doch der fünfmalige Weltmeister entschied sich für die Unterkunft im Taunus.
Endgültig festgelegt hatte sich am Dienstag auch der Weltmeister von 1998, Frankreich. Die Equipe Tricolore logiert im Schlosshotel Münchhausen in Aerzen. Die Fünf-Sterne-Herberge verfügt über einen Golfplatz und eine große botanische Anlage. Als Trainingsort wird der Titelträger von 1998 das Weserberglandstadion im elf Kilomter entfernten Hameln nutzen.
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