Kommentar: Testspiel gegen Argentinien wird zum Ernstfall
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 11.02.2010 - 17:41Düsseldorf (RP). Michael Ballack hat sich als Festredner zur Lage der Fußball-Nation längst bewährt. Deshalb findet der Kapitän der DFB-Auswahl auch in der Nachbereitung des großen Führungskrachs den richtigen Ton. Die Nationalmannschaft müsse im Testspiel gegen Argentinien Anfang März ein Zeichen setzen, hat Ballack verlangt.
Er kann sich nämlich immer noch gut erinnern, was für ein munteres Kesseltreiben begann, als die Nationalelf vor ziemlich genau vier Jahren ihr Freundschaftsspiel in Italien mit 1:4 verloren hatte.
Es fehlte nicht viel, und die kampfstarken Boulevardzeitungen hätten im feinen Doppelpass mit einer gründlich verärgerten Anhängerschaft Bundestrainer Jürgen Klinsmann ein paar Monate vor der Heim-WM aus dem Amt gejagt.
Ballack weiß, dass die muntere Diskussion um Löw und vor allem um den Teammanager Oliver Bierhoff, dem er selbst in herzlicher Abneigung verbunden ist, erst so richtig leise wird, wenn die Nationalmannschaft gegen Argentinien ein überzeugendes Spiel hinlegt.
Der einzige ernste Test vor der WM bekommt damit schon so etwas wie Pflichtspiel-Charakter. Löws Auswahl wird ihren guten Ruf bestätigen müssen. Bislang war immer dann Verlass auf das Team, wenn es gefordert war. Noch dürfen Löw und Ballack also hoffen.
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