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Magen-Darm-Beschwerden
"Confed-Cup-Abenteuer" beginnt ohne Timo Werner

Das ist Timo Werner
Das ist Timo Werner FOTO: afp
Kopenhagen. Joachim Löw startet ein einzigartiges Turnier-Experiment. Das Gros seiner Weltmeister darf Urlaub machen, während beim Confed Cup in Russland ein unerfahrenes Perspektivteam antritt. Das spannende Unternehmen beginnt in Dänemark. Leipzigs Werner fehlt zunächst.

Das Fußball-Abenteuer beginnt – vorerst ohne den erkrankten Timo Werner. Mit dem ungewöhnlichsten Turnierkader in seiner Amtszeit als Bundestrainer startete Joachim Löw am Montag von Frankfurt aus in die sportliche Herausforderung Confederations Cup.

Nach der Zusammenkunft der 21 Akteure um die spät berufenen Länderspiel-Neulinge Sandro Wagner (1899 Hoffenheim) und Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach) am Düsseldorfer Flughafen reiste die deutsche Nationalmannschaft mit dem Charterflieger direkt weiter nach Kopenhagen, wo es am Dienstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) nach nur einer Trainingseinheit zum Länderspieltest gegen Dänemark kommt.

Nasen-OP bremst Sané aus

Der 21 Jahre alte Werner von RB Leipzig verpasst das erste Spiel in Löws Crashkurs wegen Magen-Darm-Beschwerden. Der Stürmer soll aber im WM-Qualifikationsspiel am Samstag in Nürnberg gegen San Marino wieder zum DFB-Aufgebot gehören. Da Leroy Sané für die komplette WM-Probe wegen einer Nasen-Operation nicht zur Verfügung steht, könnte Löw bis zum Mittwoch noch einen Spieler nachnominieren.

"Die erste Woche nehmen wir als Vorbereitung auf den Confed Cup", sagte Löw der Deutschen Presse-Agentur vor dem Start in ungewisse vier Wochen. Die Partie gegen Dänemark erklärte der Bundestrainer zu einer "Standortbestimmung". Wo stehen die Spieler nach zwei Wochen Pause? lautet die Frage, auf die Löw eine positive Antwort erhofft.

Das Freundschaftsspiel im Brøndby Stadion kam auf Wunsch des Gastgebers zustande. Es bildet den Höhepunkt der dänischen Feierlichkeiten 25 Jahre nach dem 2:0-Triumph im EM-Finale 1992 gegen den seinerzeit ebenfalls aktuellen Weltmeister Deutschland.

Löw dient die Neuauflage - ebenso wie das WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino - zur Vorbereitung auf den Confed Cup. Der Bundestrainer verzichtet bei dem am 17. Juni beginnenden Turnier in Russland praktisch auf alle Topspieler wie Champions-League-Sieger Toni Kroos oder Bayern-Profi Thomas Müller.

Nur drei Weltmeister dabei

Gleich sieben Akteure ohne Länderspieleinsatz stehen im DFB-Kader, dem in Julian Draxler (Paris St. Germain), Matthias Ginter (Borussia Dortmund) und Shkodran Mustafi (FC Arsenal) gerade drei Weltmeister von 2014 angehören. "In dieser Phase, beim Confed Cup, steht eindeutig die Entwicklung im Vordergrund, nicht einzig und allein erfolgreiches Handeln", erklärte Löw.

Löw will junge Spieler wie den Schalker Leon Goretzka (22) oder Amin Younes (23) von Ajax Amsterdam in Spielen gegen Topnationen wie Südamerikameister Chile mit Bayern-Profi Arturo Vidal ans absolute Weltklasseniveau heranführen. Die etablierten Weltmeister wie Jérôme Boateng, Mats Hummels, Mesut Özil oder Sami Khedira bräuchten bei der WM-Endrunde 2018 "nicht nur Hunger, um Titel zu gewinnen", mahnte der Bundestrainer: "Sie brauchen auch den Konkurrenzkampf."

(dpa)
 
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