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EM in Aserbaidschan
U17-Junioren auf den Spuren von Götze und ter Stegen?

Das machen die U17-Europameister von 2009 heute
Das machen die U17-Europameister von 2009 heute FOTO: RPO
Baku. In Aserbaidschan starten die deutschen U17-Fußballer am Donnerstag in die EM. Trainer Meikel Schönweitz setzt auf die hohe Qualität seiner Spieler. Der bislang letzte Titelgewinn in dieser Altersklasse datiert von 2009.

Meikel Schönweitz ist die Vorfreunde auf die Europameisterschaft der U17-Fußballer anzumerken. "Die EM ist ein echtes Highlight, wir haben da richtig Lust drauf", sagte der Trainer des Deutschen Fußball-Bundes vor dem Turnier-Start in Aserbaidschan. In Baku wollen die DFB-Junioren zum Auftakt am Donnerstag (15 Uhr/Eurosport 2) gegen die Ukraine die Basis für ein erfolgreiches Abschneiden legen. "Die EM ist für die Entwicklung der Spieler ein Meilenstein. Das wollen wir solange wie möglich auskosten", meinte Schönweitz.

Das EM-Finale steigt am 21. Mai im Nationalstadion von Baku. Bis dahin ist es ein weiter Weg. DFB-Teams konnten den EM-Titel, der bis 2001 als U16-Turnier ausgetragen wurde, bislang dreimal gewinnen (1984, 1992 und 2009). Letztmals Europameister war Deutschland 2009 im eigenen Land geworden - mit den späteren Weltmeistern Götze und Mustafi sowie Marc-André ter Stegen im Tor.

Zuletzt ging die Altersklasse bei den jährlich ausgespielten Titelkämpfen aber leer aus. 2013 hatten die deutschen U17-Junioren die EM-Teilnahme verpasst, 2014 scheiterte die DFB-Auswahl in der Gruppenphase, im Vorjahr gab es im Finale eine 1:4-Niederlage gegen Frankreich.

Davon will sich Schönweitz aber nicht beeindrucken lassen. "Von der Vergangenheit müssen wir uns frei machen. Wir haben einen sehr talentierten Jahrgang und Jungs, die ihre Ziele selbst verwirklichen wollen", erklärte der Coach. Für seinen Kader um den spielstarken Kapitän Atakan Akkaynak (Bayer Leverkusen) hat er 18 Spieler aus 13 verschiedenen Vereinen nominiert. Im Blickpunkt steht Angreifer Renat Dadashov von RB Leipzig, der in zehn U17-Länderspielen bereits zehn Tore erzielte und seine Wurzeln in Aserbaidschan hat.

Die taktische und mentale Ausrichtung sieht in allen DFB-Nachwuchsteams vor, den Gegner zu beherrschen und offensiv aufzutreten. "Wir sind davon überzeugt, dass wir fußballerisch eine hohe Qualität haben, die wir jetzt auf den Platz bekommen wollen", erläuterte Schönweitz. Die weiteren Kontrahenten in der Gruppenphase sind Bosnien-Herzegowina am Sonntag (17 Uhr) und Österreich am 11. Mai (17.15 Uhr).

Übermäßigen Druck will Schönweitz seinen Talenten aber nicht machen. "Es ist die Aufgabe des Trainerteams, Anspannung in Vorfreude umzuwandeln. Die Jungs können sich präsentieren. Das haben sie sich in der Qualifikation erarbeitet, jetzt dürfen sie es auskosten", sagte er. In der Qualifikation wurde unter anderen die Auswahl der Niederlande 1:0 besiegt.

(dpa)
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