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WM-Aus für DFB-Nachwuchs
U17-Trainer Wück: "Wir sind alle sehr enttäuscht"

Bilder: Deutschland scheitert an Kroatien
Bilder: Deutschland scheitert an Kroatien FOTO: afp, ma
Concepcion. Der Nachwuchs des Weltmeisters ist den hohen Ansprüchen in diesem Jahr nicht gewachsen. Die erstmals für alle fünf EM und WM-Turniere qualifizierten DFB-Teams konnten den Wunsch nach einem weiteren Titel im Juniorenbereich nicht erfüllen.

Als letzte Mannschaft schied die U17-Auswahl mit der 0:2-Niederlage gegen Kroatien bei der WM in Chile bereits im Achtelfinale aus und setzte damit den Trend der vorangegangenen Turniere fort. "Wir hätten ihnen gerne das negative Erlebnis erspart. Wir sind alle sehr enttäuscht", sagte Trainer Christian Wück.

Die mit großen und zunächst erfüllten Erwartungen in die WM gestarteten Nachwuchskicker, die bei der EM im Mai noch den zweiten Platz erreicht hatten, waren im ersten K.o.-Spiel des Turniers am Donnerstag schlicht überfordert. "Das war sehr erstaunlich und verwunderlich, dass die Spieler so nervös waren", meinte Wück, dessen Elf zuvor in der Vorrunde vor allem beim 4:1 gegen Australien und dem 4:0 gegen Argentinien überzeugte.

DFB-Sportdirektor Hansi Flick sah daher auch durchaus positive Ansätze. "Sie haben ihre Sache im Großen und Ganzen gut gemacht und auch gefightet bis zum Schluss. Es hat vielleicht ein Tick Entschlossenheit und vielleicht auch das Zutrauen in die eigene Leistung gefehlt", befand Flick. "So wie sich die Mannschaft in dieser Saison bei der EM und auch hier bis zum Achtelfinale präsentiert hat, kann man zufrieden sein, auch weil sie als Team aufgetreten sind."

Der Sportdirektor betonte schon zuvor, dass die Teilnahme an allen fünf Turnieren in diesem Jahr ein Erfolg sei. "Das ist noch nie dagewesen." Allerdings müsse man auch die Lehren aus dem Abschneiden ziehen. "Das gibt uns Gewissheit, dass wir an einigen Dingen arbeiten müssen", meinte Flick. Auch die geplante DFB-Akademie soll die U-Teams weiter nach vorne bringen.

Mit Platz zwei bei der EM erreichten die jetzt bei der WM ausgeschiedenen U17-Kicker noch das beste Ergebnis. Die U21 scheiterte im EM-Halbfinale, die U19 überstand die EM-Vorrunde nicht, und die U20 schied bei der WM im Viertelfinale aus.

Trainer Wück hat die 18-monatige Arbeit mit den Nachwuchsspielern großen Spaß gemacht. "Wir haben mit dem Jahrgang sehr schöne und auch sehr lehrreiche Momente erlebt, dazu gehört das Abschneiden bei der EM. Aber es ist wichtig, dass die Jungs diese Erfahrung machen und das Positive mitnehmen", befand der DFB-Coach.

(seeg/dpa)
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