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U19-EM
Gegen Hasenhüttl junior geht es jetzt um die WM

Deutschland verliert Auftakt gegen Italien unglücklich
Deutschland verliert Auftakt gegen Italien unglücklich FOTO: dpa, mut fdt
Stuttgart. Die deutschen U19-Junioren stemmen sich am Sonntag im Duell mit Österreich gegen den Super-GAU bei der Heim-EM. Bei den Alpen-Kickern steht indes ein bekannter Name auf dem Spielberichtsbogen.

Play-offs oder nichts: Die deutschen U19-Junioren haben auch im letzten Gruppenspiel der Heim-EM gegen Österreich am Sonntag (19.30 Uhr/Eurosport) noch viel zu verlieren. Siegt Deutschland nicht, steht der Europameister von 2008 und 2014 nach drei Partien mit leeren Händen da - und muss auch die U20-WM im kommenden Jahr abschreiben.

"Für die Entwicklung der Jungs wäre es wichtig, dass sie nächstes Jahr diese WM spielen. Es sind Spieler, die vielleicht etwas länger brauchen als andere Jahrgänge. Das ist aber keine Schande", sagte U19-Trainer Guido Streichsbier am Samstag dem SID.

Nach zwei Pleiten bei der EM in Baden-Württemberg gegen Italien (0:1) und Portugal (3:4) muss im Duell mit der Alpenrepublik in Reutlingen zwingend ein Sieg her, um das Play-off-Spiel um die Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft 2017 in Südkorea am Donnerstag zu erreichen. Der Traum vom Halbfinale war durch die Niederlagen zum Auftakt ohnehin schon vorzeitig beendet.

"Druck ist Teil des Berufs"

Der Umgang mit der Erwartungshaltung vor dem richtungweisenden Spiel ist für Streichsbiers Spieler nun ein weiterer Prüfstein. "Druck ist halt auch ein Teil des Berufs. Fußballprofi zu sein ist nicht immer Zuckerschlecken", sagte der 46-Jährige.

Die Österreicher (zwei Punkte) haben derweil noch Chancen auf das Halbfinale. Sollte es in der zeitgleich in Stuttgart stattfindenden Partie zwischen Italien und Portugal (beide vier Punkte) einen Sieger geben, stünde das Team von Trainer Rupert Marko mit einem Sieg gegen die "Piefkes" in der Vorschlussrunde.

An legendäre Spiele zwischen beiden Mannschaften, wie die Schmach von Cordoba (2:3) bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien, sieht sich Streichsbier jedoch nicht erinnert: "Als wir letztes Jahr in der U18 ein Länderspiel gegen Österreich hatten, habe ich die Jungs mal gefragt, wer mit dem Begriff 'Cordoba' etwas anfangen kann. Da blickte ich in eine große Leere."

Österreich denkt noch heute gerne an die Auswahl um Hans Krankl zurück, und in Streichsbiers Team sollen nun neue Stars geformt werden - auch ein junger Mann mit bekanntem Namen macht sich Hoffnungen. Patrick Hasenhüttl vom FC Ingolstadt kam in den ersten beiden EM-Gruppenspielen (jeweils 1:1 gegen Italien und Portugal) zu Kurzeinsätzen.

Für die Partie gegen Deutschland macht dem Sohn von RB Leipzigs neuem Trainer Ralph Hasenhüttl vor allem die Leistung aus den ersten Gruppenspielen Mut: "Italien und Portugal haben gegen Deutschland gewonnen. Wenn wir gegen beide Teams Chancen auf den Sieg hatten, können wir gegen die Deutschen auch erfolgreich sein", sagte der 19-Jährige am Samstag dem SID.

In Reutlingen wird Hasenhüttl wohl erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Und bei einem möglichen Einsatz muss er dann ohne die Hilfestellungen des Vaters auskommen, der sich aktuell mit Leipzig in der Saisonvorbereitung befindet. "Ich telefoniere natürlich oft mit ihm. Zur Zeit schaut er aber nicht zu, und dann gibt er mir eher weniger Tipps", sagte Hasenhüttl.

(sid)
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