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EM-Qualifikation
U21 gewinnt mit Dahoud auch Härtetest in Russland

Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen
Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen FOTO: dpa, pse fpt hak jhe
Olympia kann kommen: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat im letzten Auftritt vor den Sommerspielen ihren eindrucksvollen Siegeszug fortgesetzt. Das Team von Trainer Horst Hrubesch gewann das EM-Qualifikationsspiel in Russland mit etwas Glück 2:0 (1:0) und hat das Ticket für die Endrunde 2017 in Polen fast sicher.

Davie Selke von Zweitligist RB Leipzig (12.) und Kapitän Max Meyer von Schalke 04 (79.) trafen vor 3000 Zuschauern in Rostow am Don. Durch den siebten Sieg im siebten Spiel führt das DFB-Team in Gruppe 7 mit 21 Punkten klar vor Österreich (15), das ein Spiel weniger absolviert hat. Die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die EM, die vier besten Zweiten müssen in die Play-offs.

"Ich bin glücklich und stolz, mit welcher Art und Weise die Mannschaft spielt. Es war kein leichtes Spiel, das wir hätten viel früher entscheiden können. Die Qualität ist da, in Polen 2017 etwas Großes zu erreichen", sagte Hrubesch, dessen Nachfolger Marcus Sorg nach Olympia die EM-Teilnahme perfekt machen kann.

Sein Team begann stürmisch: Nach glänzender Vorarbeit von Yannick Gerhardt (1. FC Köln) nutzte Selke gleich die erste Chance des Spiels zu seinem schon fünften Tor im Trikot der U21.

Dahoud als Ballverteiler

Mit Startelf-Debütant Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach) als Ballverteiler blieb das DFB-Team bis zur 25. Minute klar überlegen, ehe in der Rückwärtsbewegung zunehmend Lücken entstanden. Glück hatte die deutsche Mannschaft, als zunächst Dahoud auf der Linie (38.) und wenig später Schlussmann Timon Wellenreuther von RCD Mallorca (45.) in letzter Sekunde retteten.

Auch nach der Pause blieb das deutsche Team besonders über die linke Abwehrseite anfällig. Kräftig durchatmen musste Hrubesch, als ein Kopfball von Roman Sobnin (46.) an der Latte landete. Zumindest die Zuschauer kamen nun voll auf ihre Kosten: Ein Kopfball von Julian Brandt (59./Bayer Leverkusen) und ein Heber von Meyer (62.) verfehlten das Ziel ebenso knapp wie auf der Gegenseite ein Schuss des starken Sobnin (65.). In der Schlussphase machte Meyer schließlich mit einem Flachschuss alles klar.

Mit dem Schlusspfiff begann für Hrubesch die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Brasilien. Am 14. April werden im Maracana-Stadion in Rio die Gruppen ausgelost, Anfang Juni wird Hrubesch seine 18 Rio-Fahrer bekannt geben.

Beste Spieler der deutschen Mannschaft waren Selke und Dahoud. Bei den Russen überzeugten Aleksej Gasilin von Schalke 04 und Sobnin.

(sid)
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