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U21 will es nach Stotterstart besser machen
Ter Stegen: "Waren mehr mit uns selbst beschäftigt"

Deutschland - Serbien
Deutschland - Serbien FOTO: dpa, te hak
Prag. Die hochgelobten deutschen U21-Junioren haben im EM-Auftaktspiel nur ein 1:1 gegen Serbien erzielt. Das Team von DFB-Trainer Horst Hrubesch will es am Samstag gegen Dänemark unbedingt besser machen.

Von Katerstimmung war im Lager der hochgelobten deutschen U21-Junioren am Tag nach dem EM-Stotterstart keine Spur. Im Gegenteil: Die Reservisten und DFB-Coach Horst Hrubesch präsentierten sich zwölf Stunden nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Serbien auf dem Trainingsplatz über den Dächern von Prag in bester Stimmung - und vertrieben damit sogar den anfänglichen Nieselregen.

Entsprechend entspannt erschien Torwart Marc-Andre ter Stegen nach seiner Regenerationseinheit im Zelt neben dem Platz zur Pressekonferenz und zeigte sich zuversichtlich. "Die Stimmung ist nach wie vor gut. Wir haben ein Ziel vor Augen. Das Spiel tut dem keinen Abbruch", sagte der Triple-Sieger vom FC Barcelona mit Blick auf Olympia-Qualifikation und EM-Titel. Ter Stegen betonte: "Bis jetzt gibt es noch keinen Grund zurückzurudern."

Er bekannte indes, dass die Startelf mit Weltmeister Matthias Ginter, DFB-Pokalsieger Robin Knoche und England-Profi Emre Can gegen Serbien die "ersten 30 Minuten mehr mit uns selbst" beschäftigt gewesen sei. Deshalb tue man gut daran, weiter "von Spiel zu Spiel zu denken. Wir wollen und können uns steigern gegen einen Gegner wie Dänemark."

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Das wird am Samstag (20.45 Uhr/Live-Ticker) gegen die Mannschaft um die Bundesligaprofis Pierre-Emile Hojberg und Jannik Vestergaard auch nötig sein - sie hatte mit dem 2:1 gegen Tschechien für eine Überraschung gesorgt.

Das als das erste von fünf "Endspielen" apostrophierte Gruppenspiel im Letna-Stadion begann vor einer enttäuschenden Kulisse von nur 5490 Zuschauern fast peinlich. Einen Ginter-Fehlpass fing der ehemalige Mainzer Filip Djuricic ab, tunnelte Knoche und vollendete zum 0:1 (8.). Nach dem einzigen guten Angriff der ersten Hälfte zeigte Emre Can, welche individuellen Fähigkeiten der DFB-Nachwuchs hat. Der Liverpool-Profi zockte Darko Brasanac aus und traf aus dem Stand von der Strafraumgrenze zum 1:1 (17.).

Schön geredet wurde das Spiel nicht. "Es hat fast 30 Minuten gedauert, bis uns klar war, was wir da eigentlich wollten", sagte Hrubesch. "Wir hatten keinen Zugriff auf die Gegenspieler. In der zweiten Halbzeit haben wir die Bälle gewonnen und mit zehn Mann so gespielt, dass wir das Spiel hätten für uns entscheiden können." Tatsächlich lief es nach der Gelb-Roten Karte für Christian Günter (69.) merklich besser.

"Vielleicht waren wir zu aufgeregt und hatten zu viel Respekt", erklärte Can. Die Dimension des Turniers mit Olympia-Qualifikation und die Grundstimmung im deutschen Fußball ein Jahr nach dem WM-Triumph in Brasilien können schwere Beine machen. Vor allem die mediale Beachtung. Während im Stadion nur ein Drittel der von der Uefa zuvor angekündigten Fans saß, verfolgten beachtliche 5,17 Millionen Zuschauer in der ARD den ersten deutschen Auftritt. "Es mag sicherlich sein, dass es bei dem einen oder anderen so gewesen ist", räumte Hrubesch ein.

Für Pessimismus war aber kein Raum. "Wir müssen gegen Dänemark das machen, womit wir in der zweiten Halbzeit begonnen haben. Wir haben besser gespielt, gerade im Pressing. Das müssen wir weiter verbessern", sagte ter Stegen.

(sid)
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