| 20.27 Uhr

2:1 gegen Dänemark
Neu formierte U21 nimmt erste Hürde für Rio

Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen
Porträt: Horst Hrubesch – Kopfballungeheuer und Trainer-Phänomen FOTO: dpa, pse fpt hak jhe
Lübeck. Erst gezittert, dann gewonnen: Die neu formierte deutsche U-21-Nationalmannschaft hat auf ihrem olympischen Weg nach Rio die erste Etappe siegreich beendet. Gegen Außenseiter Dänemark gelang den Gastgebern in Lübeck ein hart erkämpfter 2:1 (0:1)-Erfolg.

Noch bei der EM-Endrunde im Juni in Tschechien hatte es gegen den gleichen Gegner einen klaren 3:0-Sieg gegeben. "Die Mannschaft hat sich für den Aufwand belohnt, den sie betrieben hat. Die Debütanten haben sich gezeigt und es gut gemacht", sagte Trainer Horst Hrubesch, der sein Aufgebot altersbedingt hatte runderneuern müssen, bei Eurosport.

Vor 4823 Zuschauern an der Lohmühle erzielte Caspar Nielsen für die Gäste in der 42. Minute den Führungstreffer, als er mit einem platzierten Schlenzer Torhüter Marvin Schwäbe überwand. Vorausgegangen war ein Stellungsfehler von Johathan Tah (Bayer Leverkusen). Für den Ausgleich sorgte nach einer sehenswerten Kombination Timo Werner in der 51. Minute. Der eingewechselte Levin Öztunali traf zur Führung (82.) und belohnte die DFB-Elf, die über die komplette Spielzeit hinweg die dominierende Mannschaft war.

Wirklich gefährlich wurde es zunächst aber meist nur, wenn Werner energisch in die Spitze ging. Ein Gewaltschuss des Stuttgarters in der 21. Minute wurde in letzter Sekunde zur Ecke geblockt, in der 36. und 40. Minute fand der Schwabe jeweils in Dänemarks starken Torhüter Jeppe Höjberg seinen Meister.

Nach dem Seitenwechsel und dem raschen Ausgleich nahm der Druck auf das dänische Gehäuse zu. Anscheinend hatte Hrubesch seine am Anfang eher lethargischen Schützlinge in der Pause aufgerüttelt. Überdies wechselte der 64-Jährige gleich fünf neue Spieler ein. In der 66. Minute verließ dann Werner unter großem Applaus den Rasen. Im Anschluss drängten die deutschen Junioren weiter auf den zweiten Treffer und wurden durch den Bremer Öztunali erlöst.

Dennoch muss sich der deutsche Nachwuchs steigern, wenn er in der kommenden Woche beim Auftakt der Qualifikation für die EM 2017 in Polen keine böse Überraschung erleben will. Am Dienstag (16.00 Uhr/MESZ) trifft das Team des Deutschen Fußball-Bundes in Baku auf Aserbaidschan.

Neben dem agilen Werner verdiente sich bei den Gastgebern der laufstarke Leverkusener Julian Brandt eine gute Note. Stärkste Akteure in der Mannschaft von Coach Niels Frederiksen waren Torschütze Nielsen sowie Keeper Höjberg.

(sid)
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