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Regionalliga-Reform des DFB
"Das grenzt an Volksverarschung"

So lief der außerordentliche DFB-Bundestag
So lief der außerordentliche DFB-Bundestag FOTO: dpa, mc sab
Oberhausen. Die Regionalliga-Reform des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stößt bei vielen Vereins-Vertretern im Westen auf deutliche Kritik. "Dieses ganze Getue ist doch nur noch lächerlich, einfach albern und grenzt für mich an Volksverarschung", sagte Präsident Hajo Sommers von Rot-Weiß Oberhausen.

In der Umfrage des Magazins "Reviersport" sagte Sommers zudem: "Ich bin jetzt 59 Jahre alt und weiß nicht, was die Herren da beim DFB veranstalten." Klare Worte fand auch Franz Wunderlich, Sportvorstand von Viktoria Köln. "Das ist alles einfach nur noch lächerlich und ein großer Witz", sagte Wunderlich. "Ich gehe noch weiter und sage, dass das Ergebnis der Reform einfach nur die große Schwäche des Verbandes aufzeigt. Es fehlt einfach an einer klaren Linie. Ich kann das alles nicht nachvollziehen, will mich aber auch nicht mehr ärgern. Wir können das alles, was die Herren da oben entscheiden, nicht ändern."

Die Amateur-Vertreter hatten sich zumindest für den Zeitraum von zwei Jahren auf eine neue Regelung für den Aufstieg in die 3. Liga geeinigt, die am Freitag auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag verabschiedet wurde. Demnach wird es in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 vier statt bislang drei Aufsteiger aus den fünf Regionalligen geben.

Die neue Regelung mutet aber kompliziert an: Ein direktes Aufstiegsrecht wird demnach in beiden Spielzeiten der Meister der Regionalliga Südwest erhalten. Der Meister der Regionalliga Nordost bekommt dieses Recht in der ersten Spielzeit 2018/19. Das dritte direkte Aufstiegsrecht für die erste Saison der Übergangsphase wird unter den Ligen Bayern, Nord und West ausgelost. Die Meister der Ligen, die nicht gezogen werden, ermitteln in Playoff-Spielen den vierten Aufsteiger.

(lnw)
 
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