Die Fan-Initiative will einen schärferen Ton anschlagen: "Pro 15:30" plant die größten Fan-Proteste
zuletzt aktualisiert: 31.10.2002 - 14:30Frankfurt/Main (rpo). So groß waren die Proteste von "Pro 15:30" noch nie: An den kommenden vier Spieltagen will die Fan-Initiative in allen Bundesliga-Stadien dagegen protestieren, dass die Fans für die Kommerzialisierung nur noch benutzt würden. Auch in anderen Fragen kündigt "Pro 15:30" einen verschärften Ton an.
Die Fan-Initiative "Pro 15:30" hat für die kommenden vier Spieltage der Bundesliga die größten Proteste seit Bestehen der Fan-Initiative angekündigt. Im Mittelpunkt der Kritik stehen vor allen Dingen die Preisgabe des Fußballs an rein kommerzielle Interessen und die massiven Restriktionen in den Fan-Kurven. "Die Enttäuschung der Fans ist riesengroß. Wir wehren uns gegen die Kommerzialisierung, denn die Anhänger werden nur noch benutzt. Die Proteste werden in jedem Stadion anders aussehen, da haben die Fan-Gruppen absolut freie Hand", erklärte "Pro 15:30"-Aktivist Tom Beck.
Bereits in der vergangenen Saison hatte "Pro 15:30" mehrfach mit Fan-Demos in den Arenen auf sich aufmerksam gemacht. Doch bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) fehlt es in den Augen von "Pro 15: 30" an kompetenten Ansprechpartnern. "Es ist an der Zeit, einen verschärften Ton einzuschlagen. Die Entfernung zwischen den Gesprächspartnern wird immer größer, die DFL versteht überhaupt nicht, um was es uns geht", klagt Beck.
Ziele des Fan-Bündnisses sind unter anderem die Rückkehr zu den traditionellen Bundesligaspieltagen Freitag und Samstag, die Abschaffung der Sonntagsspiele in Liga eins und des Montagsspiels in Liga zwei sowie die Ansetzung von Spielpaarungen mit einer Entfernung von mehr als 300 Kilometern ausschließlich an Samstagen.
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