Nach Fußball-Krawallen: Randalierer muss Aufsatz schreiben
zuletzt aktualisiert: 23.07.2007 - 14:04Leipzig (RPO). Das Amtsgericht Leipzig hat am Montag einen weiteren Randalierer, der an den schweren Fußball-Krawallen im Februar in Leipzig beteiligt war, verurteilt.
Der 20-Jährige wurde wegen Landfriedenbruch und versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Woche Jugendarrest und 1500 Euro Geldstrafe verurteilt. Die 1500 Euro erhält die Opferhilfe Sachsen. Außerdem muss der junge Mann einen Aufsatz zum Thema "Gewalt in Fußballstadien - Ein Kavaliersdelikt?" schreiben.
"Für die Tat gibt es keine Erklärung und keine Entschuldigung", so begründete die Jugendrichterin Birgit Riedel ihr Urteil. Außerdem solle, "die Strafe ein Signal sein, dass man nicht ungeschoren davon kommt."
Der 20-Jährige Datenverarbeiter hatte sich zwei Tage nach den Krawallen der Polizei gestellt, nachdem ihn Arbeitskollegen auf Fotos im Internet erkannt hatten. "Ich habe mich von der Menge mitreißen lassen. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, was ich für einen Schaden anrichte", rechtfertigte er sich vor Gericht.
Er wisse auch, dass er "Scheiße gebaut" habe und dafür gerade stehen muss. Bei der Polizei wolle er sich entschuldigen.
Bei den Krawallen nach dem Landespokalspiel zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und FC Erzgebirge Aue II am 10. Februar waren 28 Polizisten verletzt worden.
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