1. Bundesliga 16/17
| 15.22 Uhr

Spitzenreiter Leipzig
Rangnick: "Aufstieg wird kein Selbstläufer"

Fotos: Ralf Rangnick – Trainer und Sportdirektor bei RB Leipzig
Fotos: Ralf Rangnick – Trainer und Sportdirektor bei RB Leipzig FOTO: dpa, woi nic vfd
Leipzig. RB Leipzig hat zum ersten Mal in dieser Saison die Tabellenführung übernommen. Und will diese am liebsten natürlich bis zum Ende der Saison nicht mehr abgeben.

Nach dem Sprung an die Zweitligaspitze machten sich bei RB Leipzig sogar Vatergefühle breit. "Das ist wie ein kleines Baby, wenn du die Tabellenführung hast. Das willst du verteidigen und nicht mehr hergeben", sagte Mittelfeldspieler Rani Khedira nach dem hart erkämpften 2:1 beim SV Sandhausen: "Letztendlich ist es aber wichtig, dass du am Ende oben stehst. Natürlich ist es eine schöne Momentaufnahme."

Vier Siege in Folge, neun Spiele ohne Niederlage - dazu Patzer der Konkurrenz. Nach dem blamablen Aus im DFB-Pokal beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching steht der finanzstarke Klub aus Sachsen zumindest in der Liga da, wo er den eigenen Ansprüchen nach hingehört. Ganz oben. Erstmals in dieser Saison und erst das zweite Mal in der Vereinsgeschichte überhaupt.

Schon jetzt fragen sich viele Kritiker der Leipziger: Ist RB in dieser Saison der Aufstieg noch zu nehmen? "Das wird überhaupt kein Selbstläufer", sagte Trainer Ralf Rangnick. Mit den günstigen Prognosen kann der ehemalige Bundesligatrainer ohnehin nicht viel anfangen: "Es ist erst recht nicht so, dass wir nicht aufzuhalten sind. Du bekommst in dieser Liga nichts geschenkt."

Denn Rangnick dürfte auch die Wochen vor dem Start der "Mini-Serie" nicht vergessen haben. Fünf Punkte betrug der Rückstand auf die Spitze. Nicht unbedingt, weil die Leipziger verloren, sondern weil sie trotz der hochkarätig besetzten Offensive zu selten das Tor trafen und trotz spielerischer Überlegenheit mehrmals mit Unentschieden zufrieden sein mussten.

Und einen weiteren Punkt führte Rangnick an - die besondere Situation des Vereins. "Erfahrungsgemäß ist es so, dass wir mit unserer Mannschaft noch ein paar Prozent besser spielen müssen", sagte der 57-Jährige: "Weil es für den Gegner ganz besonders ist, wenn wir auflaufen."

Auch gegen Sandhausen gerieten die Leipziger in Rückstand, drehten das Spiel aber nach zwei Standardsituationen. "Wir haben bewiesen, dass wir spielen können - aber auch, dass wir kämpfen können", betonte Khedira: "Dass die Qualität da ist, ich glaube das weiß jeder. Jetzt hat es jeder auch mal wieder auf den Platz gebracht."

Vor der Länderspielpause wollen die Leipziger beim 1. FC Kaiserslautern ihre Serie fortsetzen. Dort fehlen wird allerdings der gelbgesperrte ehemalige Lauterer Kapitän Willi Orban, der vor der Saison mit einigen Nebengeräuschen zu RB gewechselt war.

(ems/sid)
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