1. Bundesliga 16/17
| 12.11 Uhr

Kein Wechsel zu RB Leipzig
Markus Weinzierl: Wer hat wem abgesagt?

Porträt: Weinzierl – Ur-Bayer und Trainer des FC Schalke 04
Porträt: Weinzierl – Ur-Bayer und Trainer des FC Schalke 04 FOTO: afp, agz
Leipzig. Unter den Augen von Mäzen Dietrich Mateschitz ist RB Leipzig seinem Ziel Bundesliga einen großen Schritt näher gekommen – doch mit welchem Trainer der Emporkömmling im Oberhaus angreifen wird, ist noch immer unklar. Fest steht nur: Markus Weinzierl wird es nicht.

Diese Entscheidung sorgte am Rande des 3:1 (0:0)-Heimsieges gegen den VfL Bochum für viel Aufregung. Denn wer hier wem abgesagt hat, darüber gehen die Meinungen auseinander. "Ich habe gestern Abend mit Roman Grill, dem Berater von Markus Weinzierl, telefoniert und abgesagt", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff unmittelbar nach dem Spiel am Samstag.

Laut "Sport1" hatte jedoch Weinzierl den Leipzigern längst einen Korb gegeben. Der aktuelle Trainer des Bundesligisten FC Augsburg verspüre demnach keine Lust, bei RB unter Machtmensch Ralf Rangnick zu arbeiten. Weinzierls Berater Grill wollte das auf SID-Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Er teilte lediglich mit: "In den letzten zwei Monaten hat sich Markus nur mit dem FC Augsburg beschäftigt."

Rangnick, der nach dem anvisierten Aufstieg die Trainerbank wieder räumen und sich ganz auf seine Aufgaben als Sportdirektor bei RB konzentrieren will, nahm den Namen Weinzierl nicht in den Mund. Er sagte lediglich, es habe "in dieser Saison keine Absagen von Trainern" gegeben. Im vergangenen Frühjahr hatte Rangnick vergeblich versucht, den heutigen Dortmund-Trainer Thomas Tuchel in die Messestadt zu locken.

Bei den Augsburgern stößt die Angelegenheit bitter auf. "Die Vereine müssen endlich mal kapieren, dass Markus Weinzierl bei uns einen Vertrag hat bis 2019", wetterte FCA-Manager Stefan Reuter: "Der erste Weg wäre, sich bei uns zu melden. Uns hat aus Leipzig noch keiner angerufen." Vor der Saison hatte schon Schalke 04 vergeblich an Weinzierl gebaggert.

Durch den Wirbel um Weinzierl rückte der sportliche Erfolg der Leipziger etwas in den Hintergrund. Gegen Bochum sorgten vor 32.244 Zuschauern Dominik Kaiser (51.) und Massimo Bruno (53. und 63.) dafür, dass die "Bullen" zumindest vorübergehend wieder die Tabellenführung in der 2. Liga übernahmen. "Das war ein schöner Tag für uns. Für mich war es schön, dass der Torknoten geplatzt ist", sagte Doppeltorschütze Bruno.

Auf der Tribüne jubelte Mateschitz kräftig mit. Der Red-Bull-Chef war mit einem Privatjet eingeflogen. Ein neuer Trainer ist jedoch noch nicht im Anflug auf Leipzig.

(sid)
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