1. Bundesliga 16/17
| 17.31 Uhr

Neuer Leipzig-Trainer
Hasenhüttl denkt nur an den Klassenerhalt

Ralph Hasenhüttl als Leipzig-Trainer vorgestellt
Ralph Hasenhüttl als Leipzig-Trainer vorgestellt FOTO: dpa, woi nic
Leipzig. Gut gelaunt und erstaunlich bescheiden präsentierte sich Ralph Hasenhüttl bei seinem Premieren-Auftritt als Trainer von Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig.

Kein Wort über Europacup-Ziele oder über weitere Millionen-Einkäufe - stattdessen Bescheidenheit und gute Laune: Ralph Hasenhüttl hat sich bei seinem ersten Auftritt als Trainer von Bundesliga-Neuling RB Leipzig betont locker präsentiert und plauderte 45 Tage vor dem Liga-Start aus dem Nähkästchen.

Schon einmal, nach dem Bundesliga-Aufstieg des FC Ingolstadt im Sommer 2015, sei er sich mit RB Leipzig einig gewesen. Doch am Tag der Aufstiegsfeier mit den Oberbayern "musste ich absagen, weil ich den Verein noch nicht verlassen konnte", erzählte Hasenhüttl. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick zeigte sich beeindruckt: "Das spricht für seinen Charakter."

Bilder: Hasenhüttl startet mit Leipzig in die Vorbereitung FOTO: dpa, woi nic

Dass es dann im zweiten Versuch mit dem Wechsel zum Klub von Brause-Milliardär Dietrich Mateschitz geklappt hat, stufte Hasenhüttl als "große Ehre" ein. "Ralf Rangnick hat sich sehr lange intensiv um mich bemüht - das hat mir gezeigt, welche Wertschätzung mir entgegengebracht wird", sagte der 48-Jährige. Die Art, wie Rangnick Fußball spielen lässt, habe ihn schon lange inspiriert und würde seinem Stil ähneln.

"Nachhaltigkeit und Bescheidenheit"

Ein konkretes Saisonziel nannte der Österreicher für das erste Jahr in der Bundesliga nicht. "Wir wollen so früh wie möglich mit dem Abstieg nichts zu tun haben", erklärte der neue RB-Coach, der einen Dreijahresvertrag erhielt. "Wir werden mutig und mit viel Laufbereitschaft agieren. Wir wollen den jungen Spielern aber auch Zeit geben, sich zu entwickeln. Es geht um Nachhaltigkeit und um eine gewisse Bescheidenheit."

Leipzigs Auftaktprogramm hat es mit dem Auftakt bei 1899 Hoffenheim und dem folgenden Heimspiel gegen Borussia Dortmund gleich in sich. "Das sind zwei starke Gegner zum Start. Doch dann wissen wir, wo wir stehen", sagte der Coach, dessen Verpflichtung sich die Sachsen angeblich 1,5 Millionen Euro haben kosten lassen.

Am Montagnachmittag leitete Hasenhüttl vor 400 Besuchern sein erstes Training in der Messestadt. Mit dabei waren die vier Neuzugänge Naby Keita, Benno Schmitz (beide von RB Salzburg), Marius Müller (1. FC Kaiserslautern) und Zehn-Millionen-Transfer Timo Werner (VfB Stuttgart). Die EM-Teilnehmer Emil Forsberg (Schweden), Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker (beide Österreich) und Peter Gulacsi (Ungarn) stoßen erst am 20. Juli zum Team. Offensivspieler Omer Damari soll noch abgegeben werden und hält sich bei der U23 fit.

Ob es noch weitere Neuzugänge gibt, ließ Hasenhüttl offen. "Da warten wir noch zwei, drei Wochen ab. Es könnte sein, dass wir dann aktiv werden", sagte der Trainer. Gesucht wird noch ein Innenverteidiger. Stürmer Terrence Boyd hat nach seiner langwierigen Knieverletzung ein erfolgreiches Aufbauprogramm absolviert und stand ebenfalls wieder auf dem Platz.

Von Freitag bis Montag (15. bis 18. Juli) absolviert die Mannschaft ein Lauftrainingslager in Bad Saarow. Vom 1. bis zum 10. August folgt ein zweites Vorbereitungscamp am Chiemsee. Sieben Testspiele hat der Klub geplant, das letzte findet am 14. August gegen Betis Sevilla statt - eine Woche vor dem Pokalhit im Sachsen-Derby gegen Dynamo Dresden.

(sid)
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