1. Bundesliga 17/18
| 14.28 Uhr

Liverpool winkt mit viel Geld
Wird RB bei Keita doch noch schwach?

Das ist Naby Keita
Das ist Naby Keita FOTO: dpa, woi lof hpl jhe
Gegen Schalke 04 am Samstag wird RB Leipzigs scheidender Mittelfeldstar Naby Keita wohl noch in der Startelf stehen. Doch der FC Liverpool drängt mit viel Geld auf einen früheren Wechsel.

Christian Heidel hätte nichts gegen einen vorzeitigen Transfer von Naby Keita zum FC Liverpool einzuwenden. Schalkes Manager scherzte vor dem Gastspiel am Samstag bei RB Leipzig (18.30 Uhr/Live-Ticker), er werde dafür sogar seine guten Kontakte zu Liverpools Teammanager Jürgen Klopp aufwärmen.

"Ich werde Kloppo mal anrufen, dass er schnell kommen und Naby abholen soll. Wir würden bei einem sofortigen Transfer sicher nicht einschreiten", sagte Heidel laut "Bild" nicht ganz uneigennützig. Der Klub aus dem Ruhrgebiet hat höchsten Respekt vor den Spielkünsten des kraftvollen Guineers, dessen vorzeitiger Wechsel an die Anfield Road von den Engländern heftig betrieben wird.

Klopp gab sich am Freitag aber eher verhalten: "Er ist ein Spieler von Leipzig, das weiß ich. Und, dass er im Sommer hier sein wird. Ansonsten gibt es dazu nichts zu sagen", sagte der Teammanager.

Hasenhüttl lassen Gerüchte kalt

Doch bis Samstag wird daraus wohl eher nichts werden. Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl setzt im ersten Bundesliga-Spiel des Jahres fest auf seinen Mittelfeld-Star und lässt keinen Zweifel an dessen Mitwirken aufkommen. Keita werde "am Wochenende gegen Schalke spielen", betonte der Coach, und ergänzte: "Hoffentlich auch gut."

Eigene Aussagen von Keita zum Poker gibt es derzeit nicht. "Ich glaube, dass es nicht notwendig ist, dass er jetzt mit euch über irgendwelche Gerüchte spricht", sagte Hasenhüttl am Donnerstag fragenden Journalisten: "Das ist nicht seine Aufgabe."

Doch angeblich soll Leipzig seinen technisch starken Mittelfeldspieler nicht um alles in der Welt halten wollen. Laut Bild werde der Vizemeister schwach, wenn Liverpool bis zum 31. Januar 20 Millionen Euro drauflegt. Der Transfer zum Sommer bringt RB rund 70 Millionen Euro. Doch bei den Reds sitzt das Geld nach den 160 Millionen Euro Einnahmen aus dem Verkauf von Philippe Coutinho zum FC Barcelona locker.

Keita steht in der Kritik

Keita soll in Leipzig mittlerweile auch nicht nur noch Befürworter haben. Seine vielen Karten und Sperren - am Samstag droht wieder eine Gelbsperre - und seine Führerschein-Affäre (Strafbefehl wurde nach Vorlegen falscher Papiere zugestellt) sorgten für Misstöne. Auch spielerisch war nicht mehr alles genial, selbst Hasenhüttl kritisierte, dass Keita das "letzte halbe Jahr vielleicht auch nicht immer top gespielt" habe.

Gegen Schalke am Samstag wird der 22-Jährige wieder dringend gebraucht, zumal Spielmacher Emil Forsberg nach einer Bauchmuskelzerrung fehlt. Auch der Einsatz von Nationalspieler Timo Werner (Grippe) von Beginn an ist fraglich. Hasenhüttl hat Respekt vor Schalke: "Sie haben seit 13 Spielen samt Pokal nicht verloren. Das ist eine Mannschaft, die nicht leicht zu besiegen ist."

Eigentlich aber wollte Leipzig wieder siegen. Vor der Winterpause gab es fünf Pflichtspiele ohne Sieg und den Absturz auf Rang fünf. Sportdirektor Ralf Rangnick sah sich genötigt, in dieser Woche das Saisonziel noch einmal klar zu umreißen und sagte der Sport-Bild: "Wir wollen alles versuchen, um wieder unter die ersten vier zu kommen." Am besten dann wohl mit Keita.

(sid)
 
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