Theo Zwanziger hat für 2012 seinen Rücktritt angekündigt. Wir haben die Reaktionen gesammelt.
Franz Beckenbauer (Fußball-Lichtgestalt): "Wolfgang Niersbach ist natürlich einer, der alles kann, der bei der FIFA gerne gesehen ist, der bei der UEFA gerne gesehen ist. Es ist sehr wichtig, dass der DFB in diesen wichtigen Gremien bei UEFA und FIFA vertreten ist. Also Wolfgang Niersbach ist in meinen Augen, wenn ich mir das jetzt so kurzfristig überlege, der Beste."
Joachim Löw (Bundestrainer): "Oliver Bierhoff ist direkt nach der Europameisterschafts-Auslosung von Wolfgang Niersbach kurz informiert worden. Wir kennen die genauen Hintergründe der Entscheidung nicht. Wir bedauern diesen Schritt, aber respektieren eine persönliche Entscheidung. Wir haben mit Dr. Zwanziger immer gut zusammengearbeitet, wenn es um die Interessen der Nationalmannschaft ging."
Oliver Bierhoff (DFB-Teammanager): "Wir waren auf die Ergebnisse der Europameisterschafts-Auslosung konzentriert, als ich telefonisch von Wolfgang Niersbach über die aktuelle Entwicklung unterrichtet wurde. Die Nachricht kommt für mich überraschend. Wir müssen sie akzeptieren. In Sachen Nationalmannschaft hat uns Dr. Zwanziger stets unterstützt und wir haben sein Engagement geschätzt."
Gerhard Mayer-Vorfelder (ehemaliger DFB-Präsident): "Dass es ein hauptamtlicher Generalsekretär wird, glaube ich nicht. Ich glaube eher, dass der Nachfolger aus dem Ehrenamt kommt wie es Tradition ist."
Rainer Koch (DFB-Vize-Präsident): "Bei der Präsidiumssitzung am Freitag ist kein einziger Satz zum bevorstehenden Rücktritt von Dr. Zwanziger gefallen. Ich war völlig überrascht und habe nicht damit gerechnet. Wir müssen jetzt schnell und vor allem einig zu einer Lösung finden. Profis und Amateure müssen unter einem Dach bestens zusammenarbeiten. Ich kann mir Rauball und Niersbach sehr gut vorstellen, inbesondere Niersbach, der bei FIFA und UEFA bestens vernetzt ist. Mir ist um die Zukunft und Personenfindung nicht bange."
Wolfgang Holzhäuser (Vorsitzender der Geschäftsführung bei Vizemeister Bayer Leverkusen): "Wenn Theo Zwanziger aufhören würde, das wäre ein großer Verlust für den deutschen Fußball. Er ist ein sehr guter Präsident, auch wenn das der eine oder andere Kritiker abstreiten wird."
Markus Merk (Sky-Schiedsrichter-Experte): ""Er weiß, dass es Zeit ist. Aber der Zeitpunkt war überraschend. Da stand eigentlich die EM-Qualifikation im Mittelpunkt. Das war eine ungünstige Kommunikationspolitik. Ich sehe ganz große Chancen in diesem Rücktritt. Es sind ganz hervorragende Namen im Gespräch."
Steffen Freund (DFB-Trainer und Sky-Experte): "Das ist natürlich ein Verlust. Denn im Endeffekt ist beim DFB Linie drin. Im Nachwuchsbereich läuft es sehr, sehr gut. Es gibt natürlich auch Probleme im Schiedsrichterbereich, die nicht so gerne gesehen werden, aber insgesamt, glaube ich, ist es ein großer Verlust. Man sollte genau auswählen, wer der Nachfolger wird."