Streit mit Lauterer Anwalt: Rehhagel stimmt Vergleich mit Albrecht zu
zuletzt aktualisiert: 22.01.2001 - 18:28Kaiserslautern (sid). Trainer Otto Rehhagel hat mit seinem ehemaligen Klub 1. FC Kaiserslautern endgültig abgeschlossen. Nach einem monatelangen Streit mit dem Lauterer Anwalt Detlev Albrecht stimmte der 62-Jährige am Montag vor dem Landgericht in Kaiserslautern einem Vergleich zu.
Grund für die Auseinandersetzung war ein Interview im Kölner Express, in dem Albrecht Rehhagel bezichtigt hatte, finanziell an Spielertransfers beteiligt gewesen zu sein. Außerdem wird der Anwalt zitiert, dass Frau Rehhagel eine Kaution für den sich in Haft befindenden Spielervermittler Vöge hinterlegt habe. Per Einstweiliger Verfügung hatte Rehhagel bereits Mitte November eine Unterlassungsklage gegen Albrecht erwirkt.
Albrecht dementierte mittlerweile, die Behauptungen im Express getätigt zu haben. Nach telefonischer Rücksprache mit dem FCK-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Robert Wieschemann stimmte Rehhagel nun dem Vergleich zu.
Albrecht, der als Sprecher einer 86-köpfigen Oppositionsgruppe beim FCK fungiert, befindet sich nicht nur mit Rehhagel sondern auch mit dem FCK-Vorsitzenden Jürgen Friedrich im Streit. Ein von Albrecht eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen Friedrich wurde am 10. Januar von der Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern eingestellt. Der gegen den Vorstandsvorsitzenden des FCK vorgebrachte Verdacht der Untreue hatte sich nicht bestätigt.
Der FCK-Vorstand hatte als Reaktion auf diesen Beschluss zwei Strafanzeigen gegen Albrecht wegen Verleumdung und Geschäftsschädigung gestellt. Außerdem liegen zwei Anträge von Mitgliedern auf einen Vereinsausschluss von Albrecht vor.
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