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DFB-Hallenpokal:: Rosicky rettet Borussia Dortmund

zuletzt aktualisiert: 13.01.2001 - 21:43

Dortmund (sid). Viel Kampf und Krampf, wenig Glanz und ganz selten Stimmung: Der erste Tag des Finales um den Hallenpokal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) war eine einzige Enttäuschung für die immerhin 9.600 Zuschauer in der nicht ganz ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle. Ins Bild passte, dass der hauptsächlich mit Juniorenspielern angetretene deutsche Meister Bayern München den Fans eine "Mogelpackung" präsentierte und nach Niederlagen gegen den VfL Bochum (3:4) und den Lokalrivalen SpVgg Unterhaching (2:3) bereits am Samstagabend die Heimreise antreten konnte. Die verärgerten Besucher verabschiedeten die Münchner mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Borussia Dortmund unterlag zum Auftakt bei der Premiere seines neuen Superstars Tomas Rosicky (Foto oben) 1:4 gegen den 1. FC Köln, bevor der 25-Millionen-Mann aus Tschechien mit dem 3:2-Siegtreffer in der Schlussminute gegen den FC St. Pauli verhinderte, dass der Sonntag ohne den Gastgeber zu einer Trauerveranstaltung wird. In einer hektischen Schlussphase, in der zunächst Lars Ricken einen Neunmeter verschoss und dann St. Paulis Christian Rahn die Rote Karte sah, behielt der 20 Jahre alte Neuzugang die Nerven, nachdem er zuvor zum 1:1 sein erstes Tor für den BVB geschossen hatte. Schiedsrichter Franz-Xaver Wack musste nach der Partie von Ordnern vor aufgebrachten Hamburger Spielern geschützt werden.

Neben den Bayern verpassten zudem Vorjahres-Finalist Borussia Mönchengladbach, Hansa Rostock sowie die Zweitligisten SSV Reutlingen und der FC St. Pauli den Einzug in das Viertelfinale. In der Runde der besten Acht kämpfen am Sonntag ab 12.50 Uhr (12.30 Uhr bis 14.00 live im DSF, ab 14.00 Uhr live in Sat.1) die SpVgg Greuther Fürth gegen den VfL Bochum, Unterhaching gegen den FSV Mainz 05, Werder Bremen gegen Borussia Dortmund und der 1. FC Köln gegen Energie Cottbus um den Einzug in die Vorschlussrunde. "Die Überraschungen sind ausgeblieben. Es sind die Mannschaften weitergekommen, die relativ komplett angetreten sind", kommentierte DFB-Trainer Michael Skibbe den ersten Tag.

Als erstes Team stand Werder Bremen als Viertelfinal-Teilnehmer fest. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf war bereits nach dem 1:0 zum Auftakt gegen den Zweitligisten SSV Reutlingen für die nächsten Runde qualifiziert, da sich Energie Cottbus und Reutlingen in der Gruppe C anschließend 3:3 trennten. Energie genügte ein 2:2 gegen Bremen, um die nächste Runde der letzten Acht zu erreichen.

Den besten Eindruck am ersten Tag hinterließen die "jungen Wilden" von Aufsteiger 1. FC Köln, die nach dem 4:1 gegen Dortmund auch den FC St. Pauli 4:2 in die Knie zwangen. FC-Coach Ewald Lienen meinte: "Der Termin ist zwar unmöglich, aber wir wollen für unsere Fans immer das Beste geben."

Borussia Mönchengladbach startete bei der 14. Masters-Auflage mit einem 2:1 gegen Zweitliga-Konkurrent FSV Mainz 05. Das zweite Match verlor der Ex-Bundesligist dann aber in der einzigen Vierergruppe (A) in der Neuauflage des letztjährigen Endspiels deutlich 0:4 gegen Titelverteidiger SpVgg Greuther Fürth, der zuvor bereits gegen Hansa Rostock 3:1 gewonnen hatte und zum Abschluss Mainz 1:2 unterlag. Die Mainzer, deren Trainer Eckard Krautzun am Samstag seinen 60. Geburtstag feierte, hatten Rostock 3:1 bezwungen.

Die Bayern-Junioren hatten vor den Augen von Co-Trainer Michael Henke einen guten Start erwischt und eine 3:0-Führung gegen Bochum herausgeschossen. Am Ende gabe es dennoch eine 3:4-Niederlage. "Wir wollten dem Publikum etwas bieten und auch nach dem 3:0 weiter offensiv spielen. Wir hätten ja auch mauern können", begründete Thorsten Fink, einziger Routinier bei den Bayern, die Niederlage der Bayern.

Quelle: RPO Archiv

 
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