Präsident Rehberg schaltet auf stur: Rostock: Agali darf nicht gehen
zuletzt aktualisiert: 16.01.2001 - 17:23Rostock (dpa). Hansa Rostocks Chefetage hat den Abwanderungs-Wünschen ihres Stürmers Victor Agali eine Absage erteilt. «Er kann ja gerne gehen wollen, aber dazu gehören immer zwei Seiten», sagte Vorstandsvorsitzender Eckhardt Rehberg am Dienstag der dpa.
Agali habe in Rostock einen Vertrag bis 2003 und der Verein gehe davon aus, dass er diesen erfüllt. Der Nigerianer war in den vergangenen Tagen als Wunschkandidat einiger Liga-Kontrahenten bezeichnet worden.
«Victor wäre gut beraten, wenn er sich wieder mehr auf seine sportlichen Leistungen konzentrieren würde. In der ersten Halbserie waren wir damit nicht immer zufrieden», ergänzte Rehberg. Der Hansa- Chef schloss indes nicht aus, dass Agali vorzeitig aus seinem Vertrag gelassen werden könnte. «Dazu bedarf es aber einer schwierigen Prozedur, die weder vom Spieler noch vom Verein allein zu realisieren ist», erläuterte der 46-jährige CDU-Politiker.
Agali ist am späten Montagabend im Trainingslager des Fußball- Bundesligisten im portugiesischen Alvor eingetroffen. Der 22-Jährige aus Nigeria hatte am Wochenende in der Qualifikation zum Afrika-Cup in der Partie gegen Sambia (1:0) das erste Länderspieltor für sein Land erzielt.
Der Angreifer wird den Rostocker Verantwortlichen im bis zum Freitag andauernden Camp beantworten müssen, nachdem er seinen Weihnachtsurlaub eigenmächtig verlängert hatte und am 3. Januar nicht zum Trainingsauftakt in Rostock erschienen war. «Wenn er uns keine plausible Erklärung für sein Fernbleiben geben kann, erwartet ihn eine Disziplinarstrafe», kündigte Eckhardt Rehberg an. Agali war in der Vergangenheit bereits einige Male disziplinarisch zur Verantwortung gezogen worden.
Die beiden Ägypter Mohamed Emara und Radwan Yasser sind nach ihren Länderspieleinsätzen noch nicht in Portugal eingetroffen. «Sie haben den Flieger verpasst», erläuterte Hansa-Sprecher Axel Schulz. Yasser wird einer weiteren Anforderung seiner Nationalmannschaft am 21. Januar nicht nachkommen können, da er an einer Wadenverletzung laboriert.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







