"Polizei hat komplett versagt": Rot-Weiß Erfurt kritisiert Fuldaer Sicherheitskräfte
zuletzt aktualisiert: 25.09.2001 - 15:18Erfurt (rpo). Der Präsident des Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt, Michael Leitenstorfer, hat nach den schweren Ausschreitungen am vergangenen Spieltag der Fuldaer Polizei den Schwarzen Peter zugeschoben.
Nach Analyse der Video-Aufzeichnungen sagte Leitenstorfer gegenüber Thüringer Zeitungen: "Die Sicherheitsvorkehrungen waren Null und die Polizei hat komplett versagt. Es sei erkennbar, das nichts passiert wäre, wenn der Rottweiler nicht zugebissen hätte."
Entgegen den Polizeiangaben sei ein am Boden liegender 31-jähriger Eisenacher von dem Polizeihund angegriffen worden, betonte der Präsident. Mehrere Personen hätten daraufhin vergeblich versucht, den schwer verletzten Mann loszureißen. Erst nach diesem Vorfall sei die Situation eskaliert. "Hätte man uns mit der Mannschaft feiern lassen, wäre alles reibungslos verlaufen", erklärte Fanbetreuer Danilo Knieling.
Für Leitenstofer stellt sich die Frage, warum man die Fans nicht zur Mannschaft hat gehen lassen. "Dann wäre so etwas nie und nimmer passiert. Jetzt haben wir wieder das Image der wilden Horden aus dem Osten", befürchtet er einen Stimmungswandel in der Regionalliga. Des Weiteren wies er die Fuldaer Vorwürfe zurück, kein Vereins-Funktionär hätte beschwichtigend eingewirkt. "Das ist Schmarrn und soll nur vom Fehlverhalten der Polizei ablenken. Ich selbst war auf dem Platz, habe versucht, für Ruhe zu sorgen", betonte er in der "Thüringer Allgemeinen".
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