Ex-Alemannen-Profi räumt Zahlungen ein: Rudan aus U-Haft entlassen
zuletzt aktualisiert: 27.01.2002 - 15:58Aachen (rpo). Nach acht Tagen wurde der bei Alemannia Aachen fristlos entlassene Spieler Mark Rudan aus der Untersuchungshaft wieder entlassen. Ein erstes Statement gab Anwalt Lutz Lehmann kurz vor dem Spiel gegen Hannover 96 ab: "Es gab keine Motivation, den Club zu täuschen oder zu betrügen."
Zusammen mit dem früheren Alemannia-Schatzmeister Bernd Krings und den Spielervermittlern Hans Hägele und Frano Zelic soll Rudan dem Zweitligisten Forderungen von Ablösesummen vorgetäuscht und das Geld selbst behalten haben.
Gleichwohl räumte der 26 Jahre alte Spieler bei der Staatsanwaltschaft ein, bei seinem Transfer im Januar 2001 vom australischen Verein Northern Spirit Sydney zur Alemannia 35.790 Euro (70.000 Mark) von seinem Berater Zelic erhalten zu haben. Woher das Geld kam, will Rudan nicht gewusst haben. "Zelic war seine Vertrauensperson", meinte Lehmann und betonte: "Was mein Mandant getan hat ist nicht strafbar."
Rechtliche Schritte gegen Kündigung
Gegen die fristlose Kündigung will der Fußball-Profi, der in Aachen noch einen Vertrag bis 2003 hatte, rechtlich vorgehen. "Er wird dem neu gewählten Vorstand die Hand reichen und sich entschuldigen. Aber nicht dafür, weil er Geld angenommen hat, sondern weil durch seinen Namen das Image des Clubs Schaden genommen hat", sagte Lehmann.
Der frühere Schatzmeister Krings und Spieleberater Hägele sitzen hingegen immer noch in Untersuchungshaft. Ihnen wird unter anderem Betrug, Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Nach Zelic wird unterdessen immer noch gefahndet. Er ist weiterhin flüchtig.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







