Wettskandal: Rummenigge fordert Ehrenkodex für Fußballprofis
zuletzt aktualisiert: 25.03.2006 - 13:15Düsseldorf (rpo). Als Konsequenz aus den Wettskandalen im deutschen Fußball hat Karl-Heinz Rummenigge einen Ehrenkodex für Profifußballer gefordert. "Es wäre das Beste, einen Ehrenkodex zu verabschieden, wonach sich weder Spieler noch Trainer, Funktionäre oder Manager an Wetten beteiligen dürfen", sagte der Vostandschef von Rekordmeister Bayern München.
Dies sei eindeutig eine Aufgabe für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL), die ja bereits die Erfahrung mit dem Schiedsrichterskandal gemacht habe, so Rummenigge in der "WirtschaftsWoche".
Rummenigges Vorschlag kommt rechtzeitig zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das am Dienstag darüber urteilt, ob eine Münchner Buchmacherin private Sportwetten anbieten darf. Aufgrund der Möglichkeit, über das Internet private Wettbüros aus dem Ausland nutzen zu können, sei das Verbot privater Wettangebote in Deutschland nicht mehr gerechtfertigt, begründet die Münchnerin ihre Klage. Private Wettanbieter rechnen mit einer Liberalisierung und erwarten einen Boom, schreibt die "Wirtschaftswoche".
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